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Allgemein | 29 August 2007

Die „Sonnenseite“ der Elektronikproduktion:<br>Photovoltaik in der MicroNanoWorld zur Productronica

Die Stromkosten steigen, der Verbraucher sucht nach Alternativen: Allein 2005 wurden in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 912 Megawatt (MW) auf Dächern und Freiflächen installiert, im Vorjahr waren es noch 597 MW (Quelle: PHOTON International).
Damit sind die Deutschen Weltmeister in Sachen „Ökostrom“, denn im Vergleich dazu wurden beispielsweise in Japan Anlagen für insgesamt 290 MW und in den USA für 100 MW installiert.

Die Deutschen sind aber nicht nur Vorreiter im Einbau von Solarstromanlagen, 20 Prozent aller weltweit gefertigten Solarzellen kommen auch aus Deutschland (Quelle: PHOTON International) und damit ist der Anteil an einem 6,5 Milliarden US Dollar schweren Photovoltaik-Weltmarkt ganz beachtlich. Zumal der weltweite Solartechnik-Umsatz nach Ansicht des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan bis 2012 auf 16,4 Milliarden US Dollar wachsen wird. Für eine kurzzeitige Verzögerung im Wachstum bis voraussichtlich 2009 wird die Knappheit beim Solarsilizium sorgen. Erst die neuen Fertigungstechnologien in Form innovativer Dünnschicht-Technologien bringen frischen Schwung in die Branche – die entsprechenden Produktionssysteme für die Herstellung von Solarzellen, -modulen und Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik zeigt die Productronica, Weltleitmesse der Elektronikfertigung, (13. bis 16. November 2007 in München) als neues Ausstellungshighlight innerhalb der erfolgreichen „MicroNanoWorld“.

Die MicroNanoWorld ist seit 2005 fester Ausstellungsschwerpunkt für die Zukunftsthemen Mikroelektronik und Nanotechnologie der Weltleitmessen für Elektronik in München und sorgt für einen hochkarätigen fachlichen Wissenstransfer. Zur Productronica 2007 zeigt die anwendungsstarke MicroNanoWorld in Halle B5 unter anderem Materialien und Werkstoffe für die Mikroproduktion, Produktionsverfahren für Mikrosysteme, Micro Assembly sowie Mess- und Prüftechnik. Neues Thema neben der Photovoltaik sind in diesem Jahr Fertigungstechnologien für „Organic Electronics“.

Die enge Verwandtschaft der Herstellungsweisen von Solarzellen und Halbleitern – wie auch von LCD- und Plasmabildschirmen – prädestinieren die Productronica als Präsentations- und Kommunikationsplattform für die Photovoltaikproduktion. So werden in der kristallinen Solartechnik 0,3 mm dicke Wafer oder Folien aus hochreinem Solar-Silizium verarbeitet. Ein großer Trend in der Photovoltaik ist die Suche nach Alternativen zum raren und teuren Grundbaustein Reinstsilizium. Die sogenannten Dünnschichtmodule sollen kostengünstiger, aber auch langlebig und vielfältig einsetzbar sein. Hier wird zum Beispiel ressourcensparend amorphes Silizium in ultra-dünnen Schichten auf Glas gedampft. Besonders hohe Wirkungsgrade werden auch mit „Triple-Junction Dünnschicht-Silizium-Solarzellen“ erzielt, die mit Hilfe von drei übereinander gelegten Halbleiterschichten rotes, grün/gelbes und blaues Licht absorbieren und damit einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielen. Oder es wird in der Produktion ganz auf Silizium verzichtet, zum Beispiel mit Cadmium-Tellurid-Modulen (CdTe) oder durch die Herstellung nach der CIS-Technologie (Copper Indium Selen), bei der eine aktive, wenige Mikrometer dicke Kupfer-Indium-Selen(CuInSe2)-Schicht großflächig direkt auf Glas aufgebracht wird.

Bei der Herstellung von Solaranlagen kommt die gesamte Bandbreite der Elektronikfertigung zum Tragen: Angefangen bei der Wafer- oder Folien-Produktion über die Zellfertigung und -verbindung zu Solarmodulen über das Handling in der Automation bis hin zur Mess- und Prüftechnik für die Module. Dementsprechend groß ist auch der Anbieterkreis von Produktionstechnik für die Photovoltaik-Herstellung auf der Productronica 2007: Mit dabei sind unter anderem Gebr. Schmid, Freudenstadt, ASYS Automatisierungssysteme GmbH, FAP GMBH Dresden, Hilpert electronics AG, Newport Spectra-Physics GmbH und Schlenk Metallfolien.

Die Productronica 2007 präsentiert als einzige Veranstaltung weltweit das gesamte Spektrum der Elektronikfertigung. Mit der Einbindung der Photovoltaik in die „MicroNanoWorld“ folgt der Veranstalter Messe München konsequent seiner Strategie, frühzeitig die Inhalte der Messe entsprechend der Entwicklungen am Markt anzugleichen. Für die diesjährige Productronica rechnet die Messe München mit über 1.500 Ausstellern und 44.000 Fachbesuchern aus aller Welt.

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