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Elektronikproduktion | 20 August 2007

Steht die Solarbranche vor einer Fusionswelle?

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa könnte es in der Solarbranche bald zu einer Konsolidierung kommen. Dabei scheinen auch Großunternehmen, wie Siemens Intel oder General Electric, an Übernahmen interessiert zu sein.
"Aus meiner Sicht wird die Konsolidierung in den nächsten zwei bis drei Jahren laufen", sagt Hans-Martin Rüter vom Bundesverband Solarwirtschaft. Neben den Unternehmen aus der Branche könnten dann auch einige Großunternehmen zugreifen - laut Branchenkennern zeigen sich neben Siemens und General Electric die Chipkonzerne Intel und Samsung interessiert.

Nach Jahren des Aufschwungs bahnt sich eine Konsolidierung der Solarindustrie an. Im Fokus steht dabei Deutschland, wo dank üppiger Subventionen eine Vielzahl neuer Anbieter entstanden ist. Alleine im Börsensegment TecDAX sind mit Q-Cells, Solarworld, ErSol, Conergy und Solon fünf Solarfirmen notiert.

Auslöser der Konsolidierung ist der Kapazitätsausbau, der in den kommenden Jahren für einen Preisverfall bei Solarmodule sorgen wird. In Deutschland werden derzeit mehrere Milliarden Euro in den Bau neuer Fabriken investiert. "Wer nicht alles selbst produziert - also vom Wafer bis zum Modul -, der hat keine Überlebenschance", sagt Frank Asbeck, Vorstandschef der Bonner Solarworld AG.

Die hohen Zuwachsraten der Branche locken zudem Großunternehmen an. Alleine innerhalb Deutschlands soll bis 2012 der Umsatz von zuletzt 4,9 Milliarden auf 8 Milliarden Euro steigen, schätzt der Solar-Verband. Boomländer wie Italien, Spanien und die Vereinigten Staaten weisen noch höhere Zuwachsraten aus.

Dieses Geschäft wollen sich die Konzerne nicht entgehen lassen: "Siemens lotet derzeit die Möglichkeiten für einen Einstieg aus und Vorstände führten bereits erste Gespräche", sagt ein Branchenkenner. Mögliche Übernahmekandidaten gibt es viele – allein in Deutschland gibt es mehr als 50 Hersteller.

Neben den etablierten Unternehmen drängt auch die Halbleiterbranche in diesen Bereich, schließlich hätten sie bereits gute Kenntnisse über den Umgang mit dem Rohstoff Silizium. Als mögliche Kandidaten gelten hier Intel und die südkoreanische Samsung, die bereits eine eigene Produktion aufgebaut habe.

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