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Elektronikproduktion | 16 August 2007

SCM Microsystems mit spürbar geringerem Umsatz

Die SCM Microsystems, Inc., ein Hersteller von Lösungen für den gesicherten Zugang zur digitalen Welt mit Sitz in Ismaning bei München, meldet für das zweite Quartal 2007 niedrigere Umsätze unterhalb der Planungen und des Vorjahresniveaus.
In den Monaten April bis Juni 2007 setzte SCM Microsystems 4,6 Mio. US-Dollar um, 50 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 3,9 Mio. US-Dollar wurden mit Produkten aus dem Geschäftsbereich PC Security (Vorjahresquartal 6,8 Mio. US-Dollar) und 0,8 Mio. US-Dollar mit OEM-Produkten aus dem Digital-Media-Bereich (Vorjahresquartal 2,6 Mio. US-Dollar) umgesetzt. Die Umsätze des ersten Halbjahres 2007 liegen mit 13,1 Mio. US-Dollar 22 Prozent unter denen des ersten Halbjahres 2006. Im Vergleichzeitraum des vergangenen Jahres setzte SCM 16,8 Mio. US-Dollar um.

Ursächlich für die geringeren Umsätze im PC-Security-Bereich sind verschiedene Faktoren, einschließlich dem Einfrieren von Budgets einiger US-Regierungsbehörden, Nachfrageschwankungen eines wichtigen Kunden in Asien und Projektverschiebungen in Europa. Im Bereich Digital Media lag der Grund für den Umsatzrückgang hauptsächlich in dem geringeren Auftragsvolumen eines wesentlichen Kunden.

„Auch unsere Kunden haben uns verschiedene temporäre Faktoren als Ursache für den Auftragsschwund genannt“, sagte Stephan Rohaly, Chief Financial Officer und vorübergehend Chief Executive Officer von SCM Microsystems. „Gleichwohl gehen wir davon aus, dass diese Faktoren das Wachstum unseres Chipkartenlesergeschäftes zwar mindern, jedoch nicht verhindern werden. Bereits jetzt deutet sich an, dass verschiedene Regierungs- und Unternehmensprojekte fortgesetzt werden. Darüber hinaus erwarten wir, dass die Umsätze für unsere Digital-Media-Produkte in der zweiten Jahreshälfte wieder steigen werden, da wir schon Aufträge von einem unserer Hauptkunden erhalten haben, der vorher Bestellungen aufgrund zurückgehender Nachfrage in seinem Endmarkt reduziert hatte“, so Rohaly weiter.

Die Bruttomarge lag im zweiten Quartal 2007 bei 29 Prozent; im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug sie 34 Prozent. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den geringeren Umsatz im zweiten Quartal 2007 und nicht auf rückläufige Produktmargen zurückzuführen.

Die Betriebsaufwendungen beliefen sich im zweiten Quartal 2007 auf 5,4 Mio. US-Dollar. Dies beinhaltete Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,1 Mio. US-Dollar sowie 1,4 Mio. US-Dollar für Abfindungen und andere Kosten, die im Zusammenhang mit dem Rückzug von Gründer und CEO Robert Schneider entstanden sind. Ohne diese Einmalaufwendungen wären die Betriebsaufwendungen aufgrund der Ende 2006 abgeschlossenen Restrukturierungs-maßnahmen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Der operative Fehlbetrag im zweiten Quartal 2007 belief sich auf 4,1 Mio. US-Dollar, nach 2,3 Mio. US-Dollar im Vergleichszeitraum 2006.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) betrug im zweiten Quartal 2007 -3,9 Mio. US-Dollar, verglichen mit einem EBITDA von -2,0 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal des Vorjahres.

Der Fehlbetrag fortgeführter Geschäftsfelder betrug im zweiten Quartal 2007 3,7 Mio. US-Dollar, verglichen mit einem Fehlbetrag von 2,0 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die liquiden Mittel des Unternehmens liegen nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 bei 34,5 Mio. US-Dollar. Dies beinhaltet auch die Abschlusszahlung der Schweizer Kudelski Gruppe in Höhe von 1,6 Mio. US-Dollar aus dem Verkauf des Digital-TV-Bereichs von SCM Microsystems. Nach dem ersten Quartal 2007 lagen diese bei 34,4 Mio. US-Dollar.

Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass die Umsätze für die Monate Juli bis Dezember 2007 bis zu 10 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraumes liegen werden. Diese Erwartungen und die Umsätze der ersten Jahreshälfte zugrunde legend, geht SCM nun davon aus, dass die Umsätze für das gesamte Jahr 2007 etwa 10 bis 15 Prozent geringer ausfallen werden als die des vergangenen Jahres – im Gegensatz zu vorausgegangenen Prognosen, in denen von einem Wachstum von 15 bis 20 Prozent die Rede war.

Das Unternehmen geht zudem in der zweiten Jahreshälfte weiterhin von einer Bruttomarge von 40 Prozent pro Quartal aus. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen betriebliche Aufwendungen zwischen 4 und 4,5 Millionen US-Dollar pro Quartal. Demzufolge geht das Unternehmen davon aus, für das Gesamtjahr 2007 keinen operativen Gewinn zu erzielen.

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