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Elektronikproduktion | 14 August 2007

Siemens mit noch größeren schwarzen Kassen?

Nach einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" (SZ) könnte die Korruptionsaffäre bei Siemens noch viel größere Ausmaße haben als bislang angenommen. Interne Ermittler sollen auf fragwürdige Zahlungen von mehr als einer Milliarde Euro gestoßen sein.
Bislang hatte Siemens schwarzen Kassen im Umfang von rund 420 Millionen Euro zugegeben. Allein in der Kommunikationssparte sollen die Prüfer mittlerweile auf dubiose Zahlungen von fast 900 Millionen Euro entdeckt haben. Hinzu kommen dubiose Zahlungen in der Kraftwerksparte von 250 bis 300 Millionen Euro. Die Transaktionen sollen bis in die 90er-Jahre zurückreichen. Bisher gab es keine konkreten Hinweise, das auch die Kraftwerkssparte in großem Stil schwarze Kassen gehabt haben könnte. Siemens schweigt derzeit zu diesen Spekulationen.

Derweil soll der ehemalige Chef der Antikorruptionsabteilung Albrecht Schäfer nun seine Kündigung erhalten, die Versuche den Vertrag Schäfers im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen seien gescheitert. Laut einem Bericht des Spiegels sollen den Ermittlern Zweifel gekommen sein, ob Schäfer vor seiner Ablösung als Korruptionswächter im Dezember 2006 Vorstand und Aufsichtsrat immer rechtzeitig und umfassend informiert hatte. Schäfer wehrt sich gegen die Vorwürfe.

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