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Elektronikproduktion | 25 Juni 2007

Siemens und Continental<br>pokern weiter um VDO

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters geht das Poker um die Siemens-Autoelektroniksparte VDO zwischen Siemens und dem Interessenten Continental weiter.
Beide Unternehmen haben nochmals deutlich gemacht, dass sie ihre Pläne weiterverfolgen wollen. Siemens-Finanzchef Joe Kaeser unterstrich das Vorhaben, VDO an die Börse zu bringen, und sprach von einem großen Interesse vieler Kaufinteressenten. Conti-Chef Manfred Wennemer machte deutlich, dass sein Unternehmen noch andere große Zukäufe prüfe und nicht jeden Preis für die Siemens-Tochter zahlen wolle. Beide Manager äußerten sich am Rande einer Investorenkonferenz in Frankfurt.

Eine Übernahme habe für Conti "viel Sinn", sei aber eine Frage des Preises, fügte Wennemer hinzu. Continental hat angeblich bereits ein nicht bindendes Angebot vorgelegt, das Branchenkreisen zufolge bei rund zehn Milliarden Euro liegt. Siemens scheint dies aber zu wenig zu sein und setzt weiter auf einen Börsengang. "Wir setzen nicht alles auf eine Karte", betonte Wennemer. Continental beschäftige sich derzeit mit drei bis fünf weiteren größeren Übernahmezielen.

Die Weichen dafür, ob VDO tatsächlich an die Börse geht oder doch noch verkauft wird, werden bei Siemens in den nächsten Wochen gestellt. Am 1. Juli tritt der neue Siemens-Chef Peter Löscher sein Amt an. Bislang laufen die Fäden vor allem bei Finanzvorstand Kaeser zusammen, der sich als Garant der strategischen Kontinuität nach dem Abgang von Löschers Vorgänger Klaus Kleinfeld versteht. Voraussichtlich Ende Juli soll im Siemens-Aufsichtsrat die endgültige Entscheidung über die Zukunft von VDO fallen.

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