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© pichetw / dreamstime.com Analysen | 30 November 2017

Maschinenbauexporte ziehen weltweit kräftig an

Ausfuhren wachsen in den ersten neun Monaten 2017 um 7,4 Prozent - Importe legen um 3,9 Prozent zu - China und Russland im Aufwind, Großbritannien- und Türkeigeschäft rückläufig.
Maschinen und Anlagen aus Deutschland werden weltweit für die Modernisierung und Digitalisierung der Produktion benötigt. Das zeigt sich auch in der guten Exportbilanz des laufenden Jahres: In den ersten neun Monaten konnten die Maschinenbauer ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 7,4 Prozent auf EUR 124,4 Milliarden steigern. Im dritten Quartal 2017 legten die Exporte um 7,1 Prozent auf EUR 41,4 Milliarden zu. Aber auch die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs im Zeitraum Januar bis September um 3,9 Prozent auf EUR 51,8 Milliarden an.

"Erfreulich ist, dass das Wachstum auf breiter regionaler Basis stattfindet", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Allen politischen Unsicherheiten zum Trotz wird in vielen Ländern der Auf- und Ausbau einer eigenen Industrie vorangetrieben. Die Maschinenbauer aus Deutschland tragen mit ihren hochqualitativen Produkten und ihrem sehr guten Service vor Ort maßgeblich dazu bei."

Zwar konnten die USA nach neun Monaten des laufenden Jahres ihren Platz als wichtigste Exportnation halten (plus 10,6 Prozent auf EUR 13,2 Milliarden), den größeren Schub erlebte jedoch das Geschäft mit China. Die Ausfuhren in den zweitgrößten Exportmarkt legten um 24,1 Prozent auf EUR 12,8 Milliarden zu.

"Hier machen sich die staatlichen Maßnahmen zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft deutlich bemerkbar", kommentiert Ulrich Ackermann, Leiter VDMA-Außenwirtschaft. Erfreulich sei auch, dass das Russland-Geschäft seine Talsohle durchschritten habe, ergänzt er. Die Exporte nach Russland wuchsen um 22,8 Prozent auf knapp EUR 4 Milliarden. "Allerdings ist das noch immer weit von früheren Handelsvolumen entfernt."

In die EU-Staaten exportierten die Maschinenbauer aus Deutschland in den ersten neun Monaten Waren für EUR 57,8 Milliarden – ein Plus von 3,3 Prozent. Rückläufig waren die Ausfuhren nach Großbritannien (minus 4,5 Prozent auf knapp EUR 5,5 Milliarden) und in die Türkei (minus 2,3 Prozent auf EUR 2,8 Milliarden). In beiden Ländern belasten die politischen Unsicherheiten die Investitionsentscheidungen vieler Kunden.

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