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© ZVEI Analysen | 25 September 2017

Deutsche Elektroexporte: Guter Start in die zweite Jahreshälfte

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind mit einem zweistelligen Plus in die zweite Jahreshälfte gestartet. Im Juli übertrafen sie mit einem Volumen von EUR 15,7 Milliarden ihr Vorjahresergebnis um 13,1 Prozent.
In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres sind die Branchenausfuhren um 10,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf EUR 113,5 Milliarden gestiegen.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland nahmen im Juli noch kräftiger zu als die Ausfuhren: Sie stiegen um 14,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf EUR 14,3 Milliarden. Von Januar bis Juli erhöhten sie sich um 11,4 Prozent auf EUR 103,3 Milliarden.

Die Exporte in das europäische Ausland stiegen im Juli um 13,4 Prozent auf EUR 9,8 Milliarden, in die Eurozone um 12,3 Prozent auf EUR 4,8 Milliarden.

Überproportional konnten die Ausfuhren nach Russland (+54,2% auf EUR 330 Mio.), Tschechien (+33,3% auf EUR 699 Mio.) und Polen (+14,2% auf EUR 680 Mio.) zulegen. Auch in die Niederlande (+13,1% auf EUR 799 Mio.) und nach Frankreich (+10,6% auf EUR 995 Mio.) zogen die Lieferungen deutlich an. Verhaltener – aber positiv − fiel die Exporttätigkeit der deutschen Elektroindustrie mit der Türkei (+4,5% auf EUR 268 Mio.) und Italien (+3,6% auf EUR 728 Mio.) aus. "Dagegen waren die Branchenausfuhren nach Großbritannien im Juli dieses Jahres um 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf EUR 839 Millionen rückläufig“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. "Es war der erste Rückgang in diesem Jahr."

Die Ausfuhren in Länder außerhalb Europas sind im Juli um 15,7 Prozent auf EUR 5,9 Milliarden gestiegen. Dabei zeigte sich ein sehr unterschiedliches Bild. So gab es im Geschäft mit Mexiko (+57,8% auf EUR 218 Mio.), Südkorea (+28,2% auf EUR 243 Mio.) und China (+23,6% auf EUR 1,6 Mrd.) kräftige zweistellige Zuwächse. Auch nach Taiwan (+12,8% auf EUR 202 Mio.), Japan (+7,9% auf EUR 255 Mio.) und in die USA (+7,1% auf EUR 1,4 Mrd.) nahmen die Lieferungen weiter spürbar zu, während sie nach Indien (+2,2% auf EUR 175 Mio.), Hongkong (+0,8% auf EUR 139 Mio.) und Singapur (+/-0% auf EUR 143 Mio.) kaum Dynamik zeigten oder stagnierten. Nach Brasilien sackten die Ausfuhren im Juli sogar um 17,2 Prozent auf EUR 107 Millionen ab.

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli erhöhten sich die Branchenausfuhren nach Europa um 11,0 Prozent auf EUR 72,5 Milliarden und die in das nicht-europäische Ausland um 10,5 Prozent auf EUR 41,0 Milliarden. "Das Exportwachstum steht derzeit auf einem sehr breiten Fundament", so Dr. Gontermann.

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