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© ees Leiterplatten | 12 September 2017

EES: In der Gruppe ist man stärker

Mit Schoeller Electronic, GGP Schaltungen und H.Brockstedt haben sich drei traditionsreiche Leiterplatten-Hersteller zusammengeschlossen: EES — European Electronics Systems. In der Gruppe ist man stärker.
Ein allgemeiner Trend in der europäischen Leiterplatten-Industrie: Konsolidierungen gibt es schon seit einigen Jahren und das wird sich auch nicht so schnell ändern. “Unternehmen, welche die kritische Größe — ich spreche hier von einem jährlichen Umsatzvolumen von mehr als EUR 40-50 Millionen — nicht erreichen, werden entweder übernommen oder müssen sich mit anderen zusammenschließen”, meint EES-Geschäftsführer Michael Keuthen.

Trotzdem müsse man nicht gleich Alles schwarz malen. Es gäbe genug Potential auch in den kommenden Jahren erfolgreich am Markt agieren zu können. “Herausfordernd war für unsere neue EES-Gruppe der drei Hersteller natürlich die Planung für 2017. Aus der Schieflage der Unternehmen heraus, galt es, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Wir dürfen uns bei den vielen loyalen Kunden bedanken, die immer an die positive Weiterführung geglaubt haben. Diese Kunden haben das Geschäft mit uns einfach weitergeführt”, meint der Manager. Jetzt, nach knapp 12 Monaten hat sich die Gruppe vielversprechende, neue — und langfristige — Verträge sichern und einige Neukunden gewinnen können. “Das ist ein positives Zeichen.”

“Aufgrund einer exzellenten Grundstimmung in den für EES wichtigsten Branchen Industrieelektronik und Medizintechnik, aber auch Verteidigung, sehen wir mit einer sehr positiven Stimmung in die Zukunft. Einige unserer wichtigsten Kunden in der Industrieelektronik sprechen fast schon von einem Boom in der Branche.”

Für ein Unternehmen das 40 Prozent seines Umsatzvolumens mit Kunden aus dem Bereich Industrieelektronik und 30 Prozent mit Verträgen aus dem Umfeld der Medizintechnik erwirtschaftet sind dies natürlich erfreuliche Tendenzen. Doch wie bringt man drei Unternehmen unter einen Hut, die — traditionell gesehen — unterschiedlicher nicht sein können?

“In der Tat blicken wir auf mehr als 130 Jahre Erfahrung in der Leiterplatte. Dazu kommen komplett unterschiedliche Ausrichtungen. Zum Einen kann man Herausforderungen, zum Anderen aber auch Chancen sehen. Wir wollten Synergien zwischen Leiterplatten-Technologie und Fertigungslosgrößen verwirklichen. Deshalb haben wir uns bei den Übernahmen auch klar für die Standorterhaltung, die unterschiedlichen Technologien und den Losgrößenfokus enschieden”, meint Michael Keuthen. “Wir wollen die Kompetenz, Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit von Hans Brockstedt (HBL) im Leiterplatten-Schnelldienst nicht gefährden. Daher macht es keinen Sinn dies mit der Mentalität der eher serien-orientierten Hersteller Schoeller Electronics Systems (SES) und GGP Electronics (GGP) zu vermischen.”

Aus diesem Grund hat man sich auf das Motto: “Langsam aber stetig.” entschieden, was einen schrittweisen Integrationsprozess zur Folge hat. “Zunächst das Einfachste: Finanzen, Einkauf und Vertrieb – dort sind wir schon weit fortgeschritten. Zukünftig muss natürlich die Reorganisation des Vertriebsinnendienstes — Zentralisierung von Innendienst / Kalkulation und Arbeitsvorbereitung mit den jeweiligen Schnittstellen in den einzelnen Werken — in Angriff genommen werden. Und letztlich die Standardisierung von Produktionsprozessen; deutlich langwieriger und eine Aufgabe die sich über die nächsten zwei Jahre und darüber hinaus erstreckt.”

Doch auch EES kommt um Investitionen nicht herum. “Mit unserem Investor haben wir einen Investitionsplan für den Zeitraum 2017 – 2019 in Höhe von fast EUR 8 Millionen abgestimmt. So wurde, zum Beispiel, bereits im Frühjahr 2017 in eine neue automatisierte Galvanikanlage für den HBL-Standort in Kiel investiert. Ferner investieren wir gerade in eine integrierte Galvanik-Anlage zur Durchkontaktierung von Leiterplatten mit Copper-Via-Filling bei SES. Bei GGP ist der Kauf einer Lötstopplack-Sprayanlage für Q1/2018 geplant.”

Zum Schluss bleibt nur eine Frage, die vom Geschäftsführer der EES Gruppe Michael Keuthen beantwortet werden muss: “Ist der Name EES ein Zeichen in welche Richtung das Unternehmen künftig gehen will? “Hierzu ein klares ‘Ja’. Unsere Gruppe heißt ja bekanntlich European — und nicht German — Electronics Systems. Wir suchen weiter aktiv nach Unternehmenszukäufen im europäischen Markt, um die EES-Gruppe zu verstärken und die Präsenz in den lokalen Märkten zu verbessern. Wir finden Frankreich und Italien in dieser Hinsicht interessant.”

Mehr an Informationen darf es dann noch nicht sein. Man ist hier noch in einem frühen Stadium, meint der Manager, aber ausgeschlossen ist es ganz und gar nicht.

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2017.09.25 15:40 V8.7.2-1