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© vinnstock dreamstime.com Analysen | 17 August 2017

Zweistelliges Wachstum für Deutsche Bauelemente-Distribution im 2Q

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) wuchs im zweiten Quartal um 12,2 Prozent, die Aufträge nahmen um knapp 18 Prozent zu.
Auch das zweite Quartal 2017 lief sehr positiv für die deutsche Bauelemente-Distribution in Deutschland. Der Umsatz der im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi e.V.) gemeldeten Unternehmen in Deutschland legte von April bis Juni um 12,2 Prozent auf EUR 904 Millionen zu und erreichte damit fast die gleichen Resultate wie das Rekordquartal Q1. Die Auftragslage ist weiterhin positiv, mit 17,7 Prozent Plus auf EUR 946 Millionen. Die Book-to-Bill-Rate lag bei 1,05. Damit steht das erste Halbjahr auf rekordverdächtigen EUR 1,8 Milliarden Umsatz und EUR 2 Milliarden an Aufträgen.

Am stärksten gewachsen sind in Q2 wieder die elektromechanischen Produkte, die um gut 22 Prozent auf EUR 93 Millionen zulegten, gefolgt von den Halbleitern – der weitaus stärksten Produktgruppe, die einen Anstieg von knapp 18 Prozent auf EUR 637 Millionen zu verzeichnen hatte. Bei den passiven Bauelementen lief es mit plus 5,2 Prozent auf EUR 121 Millionen nicht ganz so gut. Kleinere Produktbereiche wie Sensoren oder Stromversorgungen wuchsen um 18,7 bzw. 16 Prozent. Die Verteilung blieb nahezu unverändert: Halbleiter 70 Prozent, Passive 13 Prozent, Elektromechanik 10 Prozent, Stromversorgungen 3 Prozent, der Rest verteilt sich auf die anderen Komponenten und Baugruppen.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Die gute Auftragslage geht mit der Knappheit von Halbleiterbauteilen und Preiserhöhungen einher. Wir gehen davon aus, dass sich diese Situation weit ins Jahr 2017 fortsetzen wird. Allerdings muss man die Auftragssituation etwas relativieren, da durch die Bauteileverknappung durchaus eine Menge Doppelbuchungen den Markt verzerren können.“

Ansonsten bleiben die bereits im Mai beschriebenen Risiken – Produktbereinigung durch die Hersteller, punktuelle Allokation, massive LineCard-Änderungen, technische und Umweltrichtlinien – weiterhin bestehen. Ein weiteres, bisher schwer zu fassendes Problem und seine Auswirkung auf die Komponenten ist die Vertrauenskrise in der deutschen Automobilindustrie. Vielfach wird ein Einbruch der Dieselneuverkäufe erwartet. Steinberger: „Das kann gravierende Auswirkungen auf die Elektronik-Lieferkette haben, zumal die deutsche Automobilindustrie 40 Prozent des Komponentenverbrauchs ausmacht.“

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2017.11.14 20:30 V8.8.9-2