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Elektronikproduktion | 11 Juni 2007

Motorola-Logistik in Flensburg geht an DHL

Der Handyhersteller Motorola mit Sitz in Flensburg will den Bereich Logistik und Verpackung und damit 650 Arbeitsplätze bis Dezember an den zur Deutschen Post AG gehörenden Logistikanbieter DHL auslagern.
Nach Informationen der Wirtschaftswoche und heise.de bestätigte ein DHL-Sprecher entsprechende Gespräche. Die Übergabe bis zum Dezember sei allerdings noch nicht sicher. Von der Auslagerung sind rund 650 Mitarbeiter betroffen, die auf eine Übernahme durch DHL hoffen.

Motorola begründet diesen Schritt damit, dass der Transport des Handys zum Kunden mittlerweile teurer sei als die Handyproduktion selbst. Die Auslagerung der Arbeitsplätze sei die zweite Stufe einer sukzessiven Auflösung des Flensburger Standortes. Motorola hatte hier 1998 die modernste Handyproduktion Europas aufgebaut und mehr 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit arbeiten am Standort Flensburg noch rund 1.000 Beschäftigte. Für 230 Mitarbeiter, die wegen der nach China verlagerten Handyproduktion entlassen werden, wurde mittlerweile ein Sozialplan geschlossen. Nach diesem Abbau und der Auslagerung der Logistiksparte verbleiben noch 180 Mitarbeiter am Standort Flensburg, von denen nach Informationen der Zeitung im kommenden Jahr weitere 80 entlassen werden sollen.

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