RoHS | 01 Juni 2007

BASF bietet REACH-Unterstützung

Die neue EU-Chemikalienverordnung (REACH) tritt zum 1. Juni 2007 in Kraft und betrifft nicht nur Unternehmen der chemischen Industrie sondern ebenso Elektronikhersteller. Da viele kleinere und mittlere Unternehmen keine vergleichbare Expertise zu REACH aufbauen können, will BASF sie nun unterstützen.
„Die BASF ist durch die vernetzte Aufstellung und das umfangreiche Produktportfolio eines der am stärksten von REACH betroffenen Unternehmen. Wir sind uns dieser Anforderungen bewusst und haben deshalb bereits vor drei Jahren mit den Vorbereitungen auf REACH begonnen“, sagt Ernst Schwanhold, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt, Sicherheit und Energie der BASF Aktiengesellschaft. Unter REACH wird die BASF etwa 2.500 Stoffe registrieren lassen. Bis zum Abschluss der Implementierung im Jahr 2018 erwartet das Unternehmen jährliche Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro.

Die neue Chemikalienverordnung regelt die Registrierung, Evaluierung und Zulassung von Chemikalien in der Europäischen Union (EU). „Im Rahmen unserer umfangreichen REACH-Vorbereitungen haben wir für die gesamte BASF effiziente Strukturen und Prozesse entwickelt“, sagt Dr. Martin Kayser, Leiter Zentrale Produktsicherheit und Toxikologie der BASF Aktiengesellschaft und zuständig für die Umsetzung von REACH. Ein REACH-Implementierungs-Team stellt unter anderem sicher, dass alle Produkte der Unternehmensbereiche für REACH erfasst werden. Darüber hinaus haben die Experten der Produktsicherheit für die BASF eine zentrale Datenbank entwickelt: „Das REACH-Tracking-System enthält Informationen über Tausende Substanzen, Details zur Anwendung sowie Gefährdungsbeurteilungen“, erläutert Kayser.

Mit der freiwilligen „BASF-Selbstverpflichtung – Produktsicherheit 2015“ geht die BASF jetzt einen Schritt weiter: „Wir sind nicht nur in Europa, sondern auch weltweit dafür verantwortlich, dass unsere Produkte bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung sicher sind und keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen“, sagt Schwanhold. „Deshalb hat die BASF sich zum Ziel gesetzt, alle Stoffe, die von der BASF-Gruppe weltweit in einer Menge größer einer Tonne pro Jahr hergestellt oder verkauft werden, bis zum Jahr 2015 auf der Basis einer Risikobewertung zu überprüfen. Diese Überprüfung orientiert sich an den Vorgaben von REACH.“

Viele kleinere und mittlere Unternehmen haben keine vergleichbare Expertise zu REACH aufbauen können. „Deshalb beraten wir Hersteller, Anwender und Importeure zum Thema REACH und wie sie sich bestmöglich auf die neue EU-Chemikaliengesetzgebung vorbereiten können. Diese Dienstleistung bieten wir jetzt im Rahmen unseres Nachhaltigkeits-Service Success an“, sagt Dr. Andreas Kicherer, Leiter des Success-Teams der BASF. Das REACH-Angebot reicht dabei von Bestandsaufnahmen und Mitarbeiterschulungen über Präregistrierungen bis hin zu sämtlichen Elementen der Registrierung und Zulassung.

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2017.08.13 16:10 V8.5.9-1