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© begemot 30 dreamstime.com Analysen | 26 April 2017

ZVEI: Digitalisierung schreitet voran

Die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektronikindustrie ist laut ZVEI in den ersten beiden Monaten um 4,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gestiegen.
2016 hatte die deutsche Elektroindustrie mit einem preisbereinigten Produktionsplus von 1,2 Prozent abgeschlossen. Die Branchenerlöse erhöhten sich lediglich um 0,2 Prozent auf EUR 178,5 Mrd. Aktuell sind 847'000 Inlandsbeschäftigte in der Branche tätig. Dieses hohe Niveau sollte auch 2017 gehalten werden können.

„Die gegenwärtige Stimmung ist zuversichtlich“, so ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. „Für 2017 rechnen wir insgesamt mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent bei der realen Produktion und einem Umsatzanstieg auf 182 Milliarden Euro.“ Damit bestätigt der ZVEI seine Prognose vom Jahresanfang.

„Obwohl die allgemeinen Geschäftserwartungen der Unternehmen aktuell hoch sind, bleiben wir für das Gesamtjahr zurückhaltend“, erklärt Ziesemer. Als Grund hierfür nennt Ziesemer 'politische Risiken, der vom wirtschaftspolitischen Kurs der USA, den Folgen des Brexit sowie Spannungen in der Türkei und Unsicherheiten in Italien ausgehen'.

„Vor einem Jahr standen konkrete Industrie-4.0-Anwendungsfälle im Vordergrund. In diesem Jahr rücken neue digitale Geschäftsmodelle vor“, betont der ZVEI-Präsident. „Industrie 4.0 erklimmt die nächste Stufe: Der Wettbewerb zieht an und schafft neue Werte.“ Dem ZVEI ist wichtig, dass bei der Implementierung von Industrie 4.0 jeder mitmachen kann. Das gemeinsame Open-Source-Projekt openASS mit der RWTH Aachen zeigt, wie sich Industrie-4.0-Anwendungen unternehmensübergreifend umsetzen lassen.

Um Deutschland zukunftssicher zu machen, sieht der Verband drei Schwerpunkte: Die Stärkung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen durch eine steuerliche Forschungsförderung in Höhe von mindestens zehn Prozent der gesamten F&E-Aufwendungen, den Ausbau digitaler Wertschöpfung, die eine wettbewerbsfähige, digitale Infrastruktur voraussetzt sowie mehr Investitionen in Weiterbildung. Der digitale Wandel soll im Wesentlichen mit bestehenden Belegschaften zu bewerkstelligen sein.

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2017.10.16 14:56 V8.8.6-1