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© arkadi bojarsinov dreamstime.com Elektronikproduktion | 28 September 2016

Testautomatisierung: Neue Funktionen für EXAM

EXAM (kurz für EXtended Automation Method) – beim Volkswagen Konzern weltweit das zentrale Tool zur Testautomatisierung – bringt mit Release 4.3 über 60 Erweiterungen zu den Anwendern.
Das ist eine Produktankündigung von MicroNova. Allein der Emittent ist für den Inhalt verantwortlich.
Im Mittelpunkt stehen dabei neue Funktionen zur Workflow-Optimierung bei der Ausführung von Testläufen sowie deren Analyse. EXAM wird vor allem in der Hardware-in-the-Loop-Simulation (HiL) und der Prüfstandsautomation im Automotive-Bereich eingesetzt. Die neue Version steht wie bisher als Freeware unter www.exam-ta.de zur Verfügung.

Insgesamt hat die für die EXAM-Entwicklung verantwortliche MicroNova AG im aktuellen Update 62 neue Funktionen umgesetzt. So können Testingenieure nun zum Beispiel einzelne Testsequenzen wiederholen lassen, ohne dass dazu der gesamte Vorgang nochmals am HiL-System durchlaufen werden muss. Da hierfür aufgezeichnete Daten verwendet werden, ist kein realer Prüfstand erforderlich – das spart Zeit am HiL-Simulator und senkt die Testkosten. EXAM-Anwender können die sogenannten Analysesequenzen auch verändern, um neue Auswertungen hinzuzufügen oder bestehende zu korrigieren bzw. zu erweitern. Dank des ebenfalls neuen Loggings können die Nutzer zudem noch einfacher und schneller die Ursache von Fehlern in Tests finden.

Ebenfalls überarbeitet wurden die PDF-Reports. Anwender können nun unter anderem genau festlegen, welche Inhalte – z. B. Metadaten, Statistiken, detaillierte Testergebnisse oder individuelle Textbausteine – sie in ihre Berichte aufnehmen wollen. Die Erstellung einer neuen Berichtsvorlage ist dazu nicht nötig. Außerdem bietet EXAM 4.3 die Möglichkeit, im Anschluss an einen Testlauf automatisch einen PDF-Report erzeugen zu lassen. Bei Bedarf können Anwender alle Berichte eines Projekts auch im XML-Format exportieren, wobei EXAM automatisch eine Verzeichnisstruktur analog zu den Pfaden in der Datenbank erzeugt. So lassen sich die Reports später wieder einfach in EXAM importieren. Darüber hinaus wurde die Suchfunktion im Reportmanager erweitert.

Synergien bei der gemeinsamen Nutzung

Darüber hinaus hat MicroNova die Python-Module in EXAM 4.3 vom EXAM-Client getrennt. Dadurch werden diese als eigenständige Objekte abgelegt. Die konsequente Trennung von Kern-Software und zugehörigen Bibliotheken senkt die Betriebskosten beim Aktualisieren von Bibliothekskomponenten und ermöglicht es, die Libraries unabhängig von EXAM weiterzuentwickeln. „Diese Punkte sind für die immer größer werdende Nutzergemeinde äußerst wichtig, denn Anwender bei Automobilherstellern und -zulieferern können über die Bibliotheken Testfälle teilen und so Synergien nutzen“, erläutert Christoph Menhorn, Leiter Testautomation bei der MicroNova AG. „Die Zahl der EXAM-Nutzer ist auf über 1.000 rund um den Globus gewachsen und wird weiter zunehmen. Umso mehr zählt für uns als Hersteller, die zentralen Vorteile der Lösung im Sinne der Anwender weiter auszubauen.“

MicroNova hatte mit Einführung der Version 4 im Jahr 2015 eine neue Architektur bereitgestellt. Seitdem ist auch die verteilte weltweite Nutzung von EXAM bei hoher Performance möglich. Derzeit arbeitet das Unternehmen an der kommenden Version 4.4, die unter anderem ein vollständig überarbeitetes Berechtigungssystem aufweisen wird. Das Ziel ist es, die Benutzer- und Rollenverwaltung nochmals zu vereinfachen. Nach derzeitigem Planungsstand wird EXAM 4.4 voraussichtlich im ersten Quartal 2017 verfügbar sein.

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2016.11.29 16:13 V7.6.2-2