Jeder zweite europäische Chip ist "Made in Germany"
Deutschland ist Europameister in der Mikroelektronik, so ein
Ergebnis des VDE-Innovationsmonitors 2007, den der Verband auf der Hannover Messe vorgestellt hat.
Jeder zweite europäische Chip trägt inzwischen das Label "Made in Germany". Im Mittelpunkt dieses "Chipwunders" steht das "Saxony Valley". Rund 760 Unternehmen mit über 20.000 hochqualifizierten Stellen haben Sachsen zum Top Mikroelektronik-Standort in Europa gemacht. Allerdings - so die im VDE-Innovationsmonitor 2007 befragten Experten - kann Deutschland sich auf der Spitzenposition nicht ausruhen. Denn der Standort steht unter Druck. Nicht nur durch die rasante Entwicklung in China vor allem in der Elektrotechnik und Mikroelektronik. Die jüngsten Entscheidungen führender Chip-Hersteller für außereuropäische Standorte illustrieren die Härte des internationalen Wettbewerbs um die Ansiedlung von Halbleiterproduzenten. In Asien sind derzeit 35 Chipfabriken im Bau, in Nordamerika drei und in Europa nur zwei.
Deutschlands Chancen liegen insbesondere in traditionell starken „Chip-Branchen" wie dem Maschinenbau, der Produktions- und Automatisierungstechnik sowie dem Automobilbau. Rund 80 Prozent aller Innovationen im Automobilbau basieren auf Elektrotechnik, Elektronik und IT, die bis zu 70 Prozent der Entwicklungskosten neuer Modelle ausmachen. Radio Frequenz Identifikation (RFID) wird ein weiteres Zugpferd künftiger Mikroelektronik-Anwendungen, mit einer hervorragenden Ausgangsposition für Deutschland und Europa. 2007 fällt der Startschuss für viele RFID-Projekte beispielsweise in der Logistik-Branche. Auch in der Medizin, Pharmazie oder der Autobranche bieten sich große Chancen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung.
Die größten Innovationsvorteile für Deutschland sehen knapp 63 Prozent im Mittelstand bzw. der Unternehmensinfrastruktur, 53 Prozent im hohen Ausbildungsniveau und 42 Prozent in den Netzwerken von Hochschulen und Unternehmen. Auch in Sachen Wissenstransfer kann sich die Bilanz sehen lassen. Über 80 Prozent unterhalten F+E-Kooperationen mit anderen Unternehmen, 75 Prozent mit Hochschulen und 59 Prozent mit Forschungseinrichtungen.
Die größten Innovationshemmnisse sind für fast 83 Prozent Bürokratie und gesetzliche Rahmenbedingungen. Den Mangel an Investitionsanreizen und Risikokapital sowie hohe Steuern und Abgaben sehen 48 bzw. 45 Prozent als große Hürden. Die Hightech-Initiative der Bundesregierung bewerten 75 Prozent der befragten VDE Mitgliedsunternehmen positiv bzw. sehr positiv.
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Die größten Innovationsvorteile für Deutschland sehen knapp 63 Prozent im Mittelstand bzw. der Unternehmensinfrastruktur, 53 Prozent im hohen Ausbildungsniveau und 42 Prozent in den Netzwerken von Hochschulen und Unternehmen. Auch in Sachen Wissenstransfer kann sich die Bilanz sehen lassen. Über 80 Prozent unterhalten F+E-Kooperationen mit anderen Unternehmen, 75 Prozent mit Hochschulen und 59 Prozent mit Forschungseinrichtungen.
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