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Elektronikproduktion | 30 März 2007

Medion mit Millionen-Verlusten

Medion, Elektronikhändler und Hauslieferant von Aldi für PCs und Unterhaltungselektronik weist für das Jahr 2006 einen Umsatzeinbruch und Millionenverlust aus. Nach einem Jahresüberschuss von 9,2 Millionen Euro im Jahr 2005 wurde im zurückliegenden Jahr ein Verlust von 65,4 Millionen Euro erwirtschaftet.
Gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz von 2,5 auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Bei PCs und Multimedia ging der Umsatz auf 1,12 Milliarden Euro von zuvor 1,8 Milliarden Euro zurück. Und bei der Unterhaltungselektronik fiel der Umsatz sogar auf 319 Millionen Euro zurück, 2005 waren es mit 632 Millionen Euro noch fast der doppelte Wert. Einzig der Bereich Kommunikationstechnik konnte ein Umsatzplus von 96 auf 171 Millionen Euro verbuchen.

Bereits im Vorjahr hatte Medion mit einer Restrukturierung versucht gegenzusteuern, bislang wohl aber großen Erfolg. Als Ursache werden vom Medion-Vorstand die "spezifischen Besonderheiten" des auf den Markt für Informationstechnologie zugeschnitten Medion-Geschäfts angeführt. So seien die Durchschnittsverkaufspreise sowohl in Deutschland, als auch im Ausland gefallen. Außerdem sei bei Desktop-PCs ein Rückgang der abgesetzten Stückzahlen hinzugekommen.

Medion will nun weitere Kostensparmaßnahmen einleiten und das Dienstleistungsgeschäft ausbauen. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet der Vorstand im ersten Halbjahr nur mit einem Umsatz von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro, will aber im laufenden Geschäftsjahr trotzdem wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren.

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