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Allgemein | 06 März 2007

Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnet kräftiges Wachstum

Die jüngste Konjunkturumfrage der ZVEI-Landesstelle in Dresden bei den Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, lässt eine erfreuliche Entwicklung für das Jahr 2006 erkennen und die Unternehmen mit Zuversicht in das Jahr 2007 starten.
Während der Umsatz der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie 2006 insgesamt um 7,5 Prozent zunahm, stieg der Umsatz der Branche in den drei östlichen Bundesländern um 12,6 Prozent auf 12,6 Mrd. Euro. „Diese drei Bundesländer trugen damit ganz entscheidend dazu bei, dass sich der Anteil der ostdeutschen Betriebe am gesamtdeutschen Umsatz auf nunmehr 10,5 Prozent erhöht hat“ stellt Günter Errmann, Vorsitzender der Landesstelle Sachsen und Thüringen fest.
Die stärkste Umsatzsteigerung wurde in Sachsen-Anhalt mit 23 Prozent erzielt. Vor allem die Exporterfolge der großen Unternehmen seien deutlich erkennbar. Der Umsatz in Sachsen sei um 12,7 Prozent gewachsen. Damit habe sich die Elektroindustrie dieser beiden Bundesländer dynamischer entwickelt als die gesamte Elektrobranche Ostdeutschlands mit elf Prozent.
Als wesentliche Stütze für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im Jahr 2006 habe sich der Export erwiesen. Er sei in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um 24,5 Prozent, also um fast ein Viertel, gewachsen. Größere regionale Unterschiede stellt der ZVEI auch hier fest. Während sich der Auslandsumsatz in Sachsen-Anhalt aufgrund des niedrigen Ausgangswertes um etwa 40 Prozent auf 350 Mio. Euro erhöht habe, sei er in Sachsen um 22 Prozent auf 2,489 Mrd. Euro und in Thüringen um 25 Prozent auf nunmehr 2,5 Mrd. Euro gestiegen.
Der Exportanteil sei im Vorjahresvergleich überall gestiegen und liege nunmehr in Sachsen bei 43 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 24 Prozent und in Thüringen bei 45 Prozent.
Besonders erfreulich sei, so Errmann, dass sich die gute konjunkturelle Entwicklung nunmehr auch positiv auf die Beschäftigung auswirkt. Dem Beschäftigungsaufbau in Ostdeutschland um plus 1,6 Prozent auf 75.900 Beschäftigte stehe eine etwas stärkere Zunahme von knapp zwei Prozent in den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf nunmehr 63.441 Personen gegenüber. Während sowohl in Sachsen als auch in Thüringen erhebliche Neueinstellungen gezählt wurden, ging die Zahl der Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt 600 zurück. In diesem Bundesland seien die Restrukturierungsmaßnahmen der Unternehmen noch nicht abgeschlossen gewesen.
Der Anteil der Auszubildenden an den Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen hat sich der Umfrage zu Folge leicht auf 4,1 Prozent erhöht, wobei nach wie vor der Ausbildungsanteil in Sachsen-Anhalt mit sieben Prozent am höchsten und in Sachsen mit 3,5 Prozent am niedrigsten ist.
Über die Hälfte aller Unternehmen sprechen derzeit von einer Kapazitätsauslastung von über 90 Prozent. Errmann: „Das ist ein Spiegelbild der von den Unternehmen insgesamt als gut eingeschätzten Wirtschaftslage.“
Lediglich bei den Investitionen sei eine ‚Atempause' in 2007 zu erwarten. Die Umfrage ergibt, dass deutlich mehr Unternehmen das Investitionsniveau beibehalten wollen; 57 Prozent gegenüber 43 Prozent im Vorjahr; 29 Prozent der Unternehmen (Vorjahr 43 Prozent) werden ihre Investitionstätigkeit verstärken. Die Gründe für dieses zögerliche Investitionsverhalten seien vielfältig – je nach Produktionsprofil und Marktausrichtung. Sie reichen von einer erwarteten Abschwächung des Konsumverhaltens aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung über die für den Export nachteilige kräftige Aufwertung des Euro bis hin zu den ungewissen Folgen aus der kommenden Tarifrunde.
Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr werden von den Unternehmen gleichwohl positiver als vor Jahresfrist beurteilt. So hat sich nach einer Umfrage des ZVEI der Anteil der Unternehmen die mit einer besseren Geschäftsentwicklung rechnen auf 43 Prozent erhöht, etwa die Hälfte der Unternehmen erwarten einen gleich bleibenden Geschäftsverlauf und zehn Prozent eine schlechtere Entwicklung.

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