Elektronikproduktion | 02 März 2007

Haben Produktfälschungen in China bald ein Ende?

China gilt bislang als Paradies für Markenfälscher, Raubkopierer, Produktpiraten und Know-how-Diebe und das Spektrum der nachgemachten Produkte ist nahezu unerschöpflich. Während die chinesischen Behörden die Produktpiraten weitgehend in Ruhe lassen, regt sich nun Widerstand aus Chinas eigener Wirtschaft.
China ist auf dem Weg vom Billigproduzenten in die erste Klasse der Weltwirtschaft aufzusteigen. So hat die chinesische Wirtschaft im letzten Jahr mehr als 3800 internationale Patente angemeldet, was einer Steigerung um rund 57% gegenüber dem Vorjahr entspricht, und 2006 zudem die deutsche Wirtschaft bei den Elektrotechnik-Exporten erstmals überholt. Das Problem der Produktpiraterie untergräbt bei ausländischen Investoren aber das Vertrauen in den aufstrebenden Standort.
Inzwischen sind nicht mehr nur westliche Firmen von der Produktpiraterie betroffen, sondern auch immer häufiger innovative chinesische Unternehmen. Damit müssen zunehmend auch heimische Firmen geschützt werden.
Die Regierung in Peking hat deshalb die Rechtslage zum Schutz geistigen Eigentums schrittweise auf internationales Niveau angehoben. Bis Juni will der Staatsrat sogar eine umfassende Gesamtstrategie im Kampf gegen Produktpiraterie vorlegen. Noch hapert es allerdings bei der Umsetzung. Besonders die lokalen Behörden mauern noch, deshalb soll jetzt die Arbeit des Zolls verbessert werden.

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