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© andrei katyshev dreamstime.com Leiterplatten | 27 November 2014

Gould Electronics: Sozialplan und Interessenausgleich einvernehmlich verabschiedet

Geschäftsleitung und Betriebsrat der Gould Electronics GmbH haben sich am 21. November 2014 vor dem Hintergrund der Werkschließung einvernehmlich auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt.
Gründe für die Schließung sind hohe Überkapazitäten im Markt und massive Subventionen für die chinesischen Produzenten, die eine profitable Fertigung in Deutschland nicht mehr möglich machen. Beide Parteien haben sehr konstruktiv und engagiert an der nun bestehenden, fairen Lösung für alle rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gearbeitet, heißt es in einer Kurzmeldung.

Ab dem 1.02.2015 können die ersten Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft wechseln, sie erhalten zudem eine Abfindung. Die Produktionsanlagen werden schrittweise stillgelegt. "Die Geschäftsleitung dankt allen Beschäftigten ausdrücklich für den hohen Einsatz und die große Loyalität in den vergangenen Monaten", heißt es weiter.

Sozialplan und Interessenausgleich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gould Electronics GmbH sind verabschiedet. Es besteht zudem das Angebot der bis zu zwölfmonatigen Übernahme in eine Transfergesellschaft. Für Mitarbeiter ab 59 Jahren wird ein Rentenübergangsmodell vereinbart. Alle Pensionsdirektzusagen sind gesichert. Das Gesamtpaket für die 160 Mitarbeiter hat ein Volumen von über 12 Millionen Euro, die von der Gould Electronics GmbH beziehungsweise von deren Muttergesellschaft JX Nippon Mining & Metals Corp. getragen werden.

Das Unternehmen hat sich von Anfang an deutlich für eine geordnete Werkschließung ausgesprochen. Damit diese wie nun vereinbart möglich ist, gilt es die Produktion bis zur Schließung weiterhin in hoher Qualität aufrecht zu erhalten. So können Ersatzansprüche von Kunden vermieden werden, die so generierten Erlöse decken einen Teil der Schließungskosten. „Unsere Mitarbeiter haben das von Anfang an erkannt. Trotz der schmerzhaften Nachricht von der Werkschließung, führen sie die Produktion weiterhin mit vollem Einsatz weiter. Das ist eine großartige Leistung“, sagt Geschäftsführer Thomas Zipfel über seine Mannschaft.

Zusätzlich zu den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit und der Transfergesellschaft, wird sich Gould Electronics intensiv um die Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz bemühen. Gezielt werden Unternehmen in der Region angesprochen. „Ich werde persönlich bei möglichst vielen Verantwortlichen vorsprechen und über die Qualifikationen und Leistungen meiner Mitarbeiter informieren. Mein Ziel ist es, diese tollen Mitarbeiter möglichst umgehend in gleichwertig gute Arbeitsverhältnisse zu bringen“, sagt Thomas Zipfel.

Ab Januar 2015 werden die Anlagen Schritt für Schritt stillgelegt. Der Rückbau wird voraussichtlich bis in das Jahr 2016 andauern. Zurzeit ist noch keine Entscheidung über die weitere Nutzung des Geländes gefallen.

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