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© beisea dreamstime.com Elektronikproduktion | 12 November 2014

Jenoptik: Hoher Auftragsbestand schafft gute Voraussetzungen

Eine verhaltene Nachfrage aus der Maschinenbau-, Automobil- und Halbleiterausrüstungsindustrie, Projektverschiebungen sowie verschärfte Exportrestriktionen beeinflussten den Geschäftsverlauf des Jenoptik-Konzerns im 3. Quartal
„Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen, die sich auch auf das Investitionsverhalten unserer Kunden ausgewirkt haben, verzeichneten wir weiterhin solide Auftragseingänge und konnten damit gute Voraussetzungen für das Wachstum in den kommenden Geschäftsjahren schaffen“, erklärte der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Michael Mertin. „Mit unserer Internationalisierungsstrategie sind wir gut positioniert. Wir erwarten, dass wir insbesondere in Asien stark wachsen werden und so die Nachfrageschwäche in anderen Regionen ausgleichen können.“

Auftragseingang gestiegen. Trotz geringerem Umsatz Konzernergebnis auf Vorjahresniveau.

Mit 446,7 Mio Euro stieg der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns in den ersten neun Monaten 2014 um 7,6 Prozent (i.Vj. 415,4 Mio Euro). Der Auftragsbestand zum 30. September 2014 übertraf mit 436,9 Mio Euro den Wert vom Jahresende 2013 um 6,2 Prozent (31.12.2013: 411,4 Mio Euro).

In den ersten neun Monaten 2014 erzielte der Jenoptik-Konzern mit 420,1 Mio Euro einen Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau (i.Vj. 432,5 Mio Euro). Dabei konnte das Segment Laser & Optische Systeme zulegen. Die beiden anderen Segmente verzeichneten infolge der Investitionszurückhaltung der Kunden sowie aufgrund von zeitlichen Projektverschiebungen und verstärkten Exportregulierungen einen Umsatzrückgang. Zum Ende des 3. Quartals 2014 lag der Anteil des Auslandumsatzes mit 63,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahrs (i.Vj. 63,6 Prozent). Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 stieg der Umsatz im Raum Asien/Pazifik deutlich um rund 46 Prozent auf 60,2 Mio Euro (i.Vj. 41,3 Mio Euro), auch aufgrund von Projektverlagerungen von Amerika in diese Region.

Die Bruttomarge erhöhte sich auf 35,2 Prozent (i.Vj. 34,6 Prozent). Das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum wurde beeinflusst durch einen veränderten Umsatzmix und effizientere operative Prozesse. Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich in den ersten neun Monaten mit 37,8 Mio Euro leicht (i.Vj. 37,5 Mio Euro). Die EBIT-Marge stieg von 8,7 Prozent auf 9,0 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern blieb im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 mit 33,1 Mio Euro (i.Vj. 33,6 Mio Euro) nahezu konstant. Das Ergebnis nach Steuern betrug 28,2 Mio Euro nach 29,1 Mio Euro im Vorjahr, das Ergebnis je Aktie 0,49 Euro (i.Vj. 0,51 Euro).

Zum Ende des 3. Quartals 2014 hatte der Jenoptik-Konzern 3.532 Mitarbeiter (31.12.2013: 3.433 Mitarbeiter). Rund 16 Prozent der Belegschaft sind im Ausland beschäftigt.

Gute Vermögenslage. Eigenkapitalquote erneut gestiegen.

Um unter anderem aus einem starken Auftragseingang den Umsatz für die kommenden Monate realisieren zu können, wurde in den ersten neun Monaten 2014 Working Capital aufgebaut. Dies führte zum 30. September 2014 erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Nettoverschuldung auf 67,1 Mio Euro (31.12.2013: 44,1 Mio Euro; 30.09.2013: 82,0 Mio Euro).

In den ersten neun Monaten 2014 betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10,8 Mio Euro (i.Vj. 15,1 Mio Euro). Im 3. Quartal 2014 erzielte der Konzern einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 24,3 Mio Euro (i.Vj. 5,0 Mio Euro).

Die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns konnte auf 55,2 Prozent gesteigert werden (31.12.2013: 53,0 Prozent).

„Jenoptik verfügt über eine gute Vermögenslage, die uns ausreichend Flexibilität für unser künftiges organisches Wachstum und auch für Unternehmenszukäufe bietet“, erklärt Finanzvorstand Rüdiger Andreas Günther.

Prognose für 2014 Mitte Oktober angepasst.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen hat der Vorstand der JENOPTIK AG die Prognose für 2014 angepasst. Unter der Voraussetzung, dass ein internationaler Großauftrag für Verteidigungstechnik noch bis zum Jahresende realisiert wird und sich die bestehenden Unsicherheiten im Verteidigungsgeschäft nicht weiter verstärken, erwartet der Vorstand nun einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau von rund 600 Mio Euro. Das Konzern-Betriebsergebnis soll bei rund 50 Mio Euro liegen.

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