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© Evertiq Elektronikproduktion | 03 Januar 2014

FLA vergibt Gütesiegel an Foxconn, aber ...

Der Abschlussbericht der Fair Labor Association ( FLA) zu den Arbeitsbedingungen beim EMS-Riesen Foxconn liegt vor. Die Organisation hebt den Erfolg bei der Umsetzung der Verbesserungen hervor, zeigt sich jedoch auch kritisch.
Das letzte Audit prüfte Punkte deren Erfüllung für den Zeitraum Januar bis Juni 2013 festgelegt war. Während Foxconn die Arbeitszeiten deutlich reduzierte, könnten 4 der 6 ausstehenden Ziele nicht erreicht werden. Das Audit zeigt, dass Foxconn FLA Standard von 60 Stunden pro Woche weitestgehend einhält. Das Ziel bis zum 1. Juli 2013 den gesetzlichen Grenzwert in China von 36 Überstunden pro Monat einzuhalten wurde jedoch nicht erreicht.

Zwischen dem 28. Oktober und 8. November 2013, kehrten unabhängig von der FLA arbeitende Auditoren in die drei Foxconn Fabriken zurück.

© Fair Labor Association
Im 1. Quartal 2012 untersuchte die FLA (Fair Labour Association) drei Foxconn Produktionsanlagen in China; Longhua, Chengdu und Guanlan. Das Audit führte zur Ausarbeitung eines auf 15 Monate ausgelegten Verbesserungsplans.

"Die Einhaltung des FLA Standards bei den Arbeitszeiten ist für Foxconn ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", erklärte Auret van Heerden, President & CEO der Fair Labor Association. "Die FLA erwartet, dass Apple - in Zusammenarbeit mit Foxconn - auch weiterhin die Arbeitszeiten streng überwachen wird. Es soll sichergestellt werden, dass der FLA Standard von 60 Stunden pro Woche eingehalten wird. Zudem sollte auch weiterhin an dem Erreichen des chinesischen Grenzwertes von 49 Stunden pro Woche gearbeitet werde. Wir begrüßen das Engagement von Foxconn auch weiterhin in dieser Richtung aktiv zu werden."

Der Bericht zeigt, dass die Arbeitnehmer an den Standorten Longhua und Chengdu (zwischen März und Oktober) nicht mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiteten. Das Gleiche trifft auch auf den Standort Guanlan zu; mit der Ausnahme von 7 Wochen, in denen die Arbeitszeit von 60 Stunden überschritten wurde. Das Audit zeigt ebenfalls, dass in den Zeitraum März und Oktober 2013 im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Belegschaft über den rechtlichen Grenzwert von 36 Überstunden pro Monat lag. Letzteres trifft auf alle Produktionsanlagen zu.

Zudem arbeiteten in allen drei Fabriken keine Praktikanten. Alle Praktikumsprogramme wurden beendet. Zudem wurde überprüft, dass mit dem Umbau der Fabriken begonnen wurde. So wurde der Bau von zusätzlichen Ausgängen und Toiletten in allen drei Fabriken begonnen. Die Fertigstellung dieser Bauprojekte war für Ende 2013.

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2017.08.13 16:10 V8.5.9-2