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Allgemein | 20 Dezember 2006

Ehemaliger Siemens-Vorstand packt aus

In die Siemens-Schmiergeldaffäre kommt wieder einmal etwas Bewegung. Der inhaftierte Ex-Zentralvorstand Thomas Ganswindt hat zumindest teilweise eine Mitwisserschaft zugegeben.
Ganswindts Anwalt Michael Rosenthal bestätigte gegenüber der Financial Times Deuschland, dass sein Mandant in der vergangenen Woche umfassend ausgesagt habe. Danach hat der ehemalige Siemens-Manager gewusst, dass im Unternehmen Geld abgezweigt wurde. Er sei allerdings nicht davon ausgegangen, dass jemand sich persönlich bereichere und ihm wäre nicht das Ausmaß der schwarzen Kassen bekannt gewesen.
Neben Ganswindt beschuldigt die Staatsanwaltschaft etwa ein Dutzend aktive und ehemalige Siemens-Mitarbeiter, ein System schwarzer Kassen aufgebaut zu haben. Nach bisherigen Ermittlungen wird seitens der Staatsanwaltschaft von einer Summe von rund 200 Mio. Euro ausgegangen. Allerdings könnte das Ausmaß der Bestechung weitaus größer sein. So geht Siemens derzeit von verdächtigen Zahlungen in Höhe von 420 Mio. Euro aus.

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