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Allgemein | 13 Dezember 2006

Ex-Siemens-Vorstand Ganswindt in Haft

Der frühere Zentralvorstand Thomas Ganswindt von Siemens ist im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre wegen dringenden Tatverdachts verhaftet worden.
Der frühere Zentralvorstand hatte erst im September angesichts der bevorstehenden Auflösung der Kommunikationssparte Com Siemens verlassen.
Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge soll Ganswindt von einem ehemaligen Kollegen im Com-Bereichsvorstand belastet worden sein. Dabei soll er ausgesagt haben, dass Ganswindt bereits deutlich vor Anfang 2004 über das vermutete Schmiergeld-System in der Com-Sparte informiert worden sei und dieses geduldet habe, berichtet "Spiegel Online" weiter.
Der Schaden bei Siemens scheint zudem weitaus höher zu sein als bisher angenommen wurde. Siemens schätzt mittlerweile Transaktionen von 420 Millionen Euro als zweifelhaft ein, so der Finanzchef Joe Kaeser. Deshalb ist diese Summe nicht steuerlich absetzbar und die Bilanz musste nach unten korrigiert werden. Bisher war das Unternehmen von einer Summe in Höhe von rund 200 Millionen Euro ausgegangen.

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