Elektronikproduktion | 27 November 2006

Continental Automotive Systems stärkt Marktposition in Nordamerika und Asien

Mit der Akquisition der Autoelektronik-Sparte von Motorola durch den Automobilzulieferer Continental AG hat sich der weltweite Marktanteil der Division Automotive Systems im Bereich Motor- und Getriebesteuerungen verdoppelt. Zudem konnte das Produktportfolio deutlich ausgebaut werden.
Zum einen ergänzen sich durch die Akquisition die Produktportfolios bei elektronischen Motor- und Getriebesteuerungen synergetisch. Zum anderen gewinnt der von 1.700 auf 3.200 Mitarbeiter gewachsene Geschäftsbereich Antrieb und Fahrwerk durch die Übernahme Entwicklungsstandorte in Nordamerika hinzu und baut seine Präsenz in Asien massiv aus.

Continental Automotive Systems wird damit weltweit zu einem führenden Hersteller von Motorsteuerungen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeug-Diesel, sowie von Steuergeräten für Pkw-Ottomotoren. Eine Ausweitung des Produktportfolios auf Motorsteuerungen für Pkw-Diesel ist auf dieser Basis nahe liegend.

Ebenso breit aufgestellt ist Continental Automotive Systems auf dem Gebiet der Getriebesteuergeräte. Dort sind nun sämtliche Technologien zur Erfüllung der Kundenanforderungen hinsichtlich Bauform (extern oder integriert in das Getriebe) sowie Softwarefunktionsumfang verfügbar. Kunden können dieses Know-how künftig aus einer Hand nutzen.

Continental Automotive Systems ist nun geographisch für seine Systempartner und Tier1-Lieferanten weltweit vor Ort. „Wir haben unsere Ingenieurs-Präsenz in Japan verzehnfacht und werden in China von Null auf 60 Entwicklungsingenieure durchstarten. Dieser Sprung auf dem Wachstumsmarkt China ist von großer Bedeutung“, sagte Dieter Rogge, Leiter des Geschäftsbereiches Antrieb und Fahrwerk.

„Noch mehr gewonnen hat unser Standing in Nordamerika“, sagte Tom Tischhauser, der das Nordamerika-Geschäft des Geschäftsbereiches Antrieb und Fahrwerk verantwortet. „Allein 360 der 450 neuen Ingenieure sind in zwei Entwicklungszentren in Chicago und Detroit tätig. Viele unserer Ingenieure arbeiten seit Jahren vertrauensvoll mit amerikanischen Autoherstellern zusammen. Das verbessert unseren Kundenzugang enorm und vereinfacht die Anbahnung neuer Geschäfte.“ Rogge sieht für Continental Automotive Systems sehr gute Chancen, in den USA von einem Prozess des Umdenkens zu profitieren. „In absehbarer Zeit werden auch US-Hersteller große SUV und Pick-Ups mit Dieselmotor anbieten. Da ist unser Know-how in Verbindung mit der neuen räumlichen Nähe ein starkes Argument.“

Der Continental-Konzern ist ein führender Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden € und beschäftigt weltweit rund 85.000 Mitarbeiter.

Die Division Automotive Systems der Continental AG erzielte 2005 mit mehr als 24.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden €.

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