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Messtechnik | 09 November 2006

Anritsu investiert wo entwickelt wird

Viele Leute befürchten, dass Investitionen und Unternehmen aus Westeuropa in Niedriglohnländer abwandern. Anritsu ist eines der Unternehmen, das gegen den Strom schwimmt. Anritsu investiert wo die Forschung und Entwicklung stattfindet und das ist nicht in Asien sondern beispielsweise in UK, Schweden, Deutschland und Finnland.
Das Test- und Messtechnik-Unternehmen Anritsu hat 750 Mitarbeiter in der EMEA-Region und im letzten Jahr einen Umsatz von 642 Millionen Euro erzielt. Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber 2004, wo der Umsatz noch bei 573 Millionen Euro lag. Insgesamt 240 Mitarbeiter sind für Anritsu in Nordeuropa tätig und hier will das Unternehmen derzeit weiter investieren. Diese Investitionen zielen vor allem auf die neue Technologien, wie hsdpa und hsupa, sowie 3.9G oder LTE.

Es ist kein Geheimnis, dass Anritsu die großen Telekommunikationsanbieter im Blick hat. "Wenn Sie im Kommunikationsmarkt erfolgreich sein wollen, müssen Sie wissen was Ericsson so macht, denn Ericsson ist eines der dominierenden Unternehmen", sagt Jonathan Borrill, Direktor of EMEA Strategy und Sales Manager bei Anritsu.

Allerdings muss Anritsu dabei immer einen Schritt voraus sein. Um eine vollständige Testlösung anbieten zu können, muss Anritsu sowohl Testlösungen für das Netz, als auch die Endgeräte entwickeln.

"Wenn Sie ein Netz entwickeln wollen, wie wollen Sie dies ohne Teilnehmer und Endgeräte testen? ", sagt Jim Bowes, die rechte Hand von General Manager Gerald Ostheimer.

Anritsu arbeitet mit seinen Kunden von Anfang an in der Entwicklung sehr eng zusammen, auch um die Testbarkeit der Produkte sicherzustellen. Anritsu begleitet das Produkt vom Anfang bis das Produkt auf den Markt kommt.

Anritsu konnte seinen Umsatz zwischen 2004 und 2005 um 38 % steigern und auch für dieses Jahr erwartet das Unternehmen ein zweistelliges Wachstum.

Nun will das Unternehmen seinen Marktanteil auch in den schnell wachsenden Regionen von Europa, Amerika und Nahost erhöhen. Sogar Afrika ist für die Zukunft interessant.

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