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Prognose: Rückgang für EMS / ODM in 2012
Expansion prägte das Jahr 2011. Nun müssen sich die weltweiten Auftragsfertiger mit einem leichten Geschäftsrückgang anfreunden.
Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten in Europa und in den USA behindern das Wachstum in diesem Jahr, berichtet der Marktforscher IHS.
Der Gesamtumsatz in der Auftragsfertigung wird in diesem Jahr voraussichtlich auf USD 357 Millionen sinken; rund 1% weniger als die USD 360 Millionen für 2011. Im Vergleich zu 4,7% Wachstum in 2011 ist es jedoch schon ein Unterschied.
Sowohl für den Bereich Electronic Manufacturing Services (EMS) als auch den Bereich des Original Development Manufacturing (ODM) werden für dieser Jahr keine besonders verlockenden Geschäfte vorausgesagt.
© IHS iSuppli
Der Umsatz im EMS-Sektor wird 2012 mit USD 207,5 Milliarden prognostiziert, ein spärliches Plus von 0,3% (von USD 206,8 Milliarden in 2011). Der ODM-Sektor wird noch schlimmere Engpässe erleben und die Marktforscher sagen einen Umsatzrückgang von 2,3% auf USD 150 Milliarden (von USD 153,0 Milliarden in 2011) voraus.
Die zu erwartenden Zahlen in der gesamten Industrie stehen in starkem Kontrast zu den Ergebnissen aus dem letzten Jahr. Hier konnte die Industrie speziell in der ersten Jahreshälfte ein solides Wachstum verzeichnen.
Im vergangenen Jahr verbuchte die EMS-Industrie ein Wachstum von 10,1% (zusätzlich zu den 34,7% Wachstum aus dem Jahr 2009). Der ODM-Bereich musste jedoch auch in 2011 schon Einbußen erleben – ein Rückgang von 1,7% um genau zu sein
Europäische Ansteckung
"Der überragende Faktor, welcher die Geschäfte der EMS-Industrie in 2011 beeinflussen wird, ist die Schuldenkrise in Europa" erklärte Thomas Dinges, Senior Principal Analyst für EMS und ODM bei IHS. "Europa bleibt ein wichtiger Markt für Produkte die rund um den Globus produziert werden.
"Wenn Europa – wegen seiner finanziellen Probleme - in eine Rezession verfällt, dann breitet sich diese Rezession auch auf die Vereinigten Staaten – bereits durch eine hohe Arbeitslosigkeit und andere wirtschaftliche Probleme behindert – aus. Die weltweite Industrie der Auftragsfertiger wird dem herzlich wenig entgegensetzen können. Ausser vielleicht hoffen, dass die Pipeline mit neuen Aufträgen gute gefüllt bleibt und das Preiserhöhungen aus dem letzten Jahr die Margen etwas stützen und puffern können."
"Es ist nicht sicher, ob überhaupt eine Rezession in diesem Jahr auf uns zukommt. Trotzdem zeigen die Prognosen ein reduziertes Wachstum für Europa und die Vereinigten Staaten für das Jahr 2012."
China bietet Hoffnung, andere Themen zeigen Effekt
Ein Lichtblick – jedoch – ist zu erkennen: vom größte Wachstumsmotor der Industrie China. Allgemeine Erwartungen deuten in diesem Jahr wiederum ein Wachstum in hohem einstelligen Bereich an. China steht bereits jetzt für die Hälfte der kumulierten Umsatzerlösen in der Auftragsfertigung.
Zudem ist China zum weltweit größten Verbrauchermarkt für Smartphones und PCs geworden. Chinas Wachstum wird dadurch ebenfalls das Wachstum in diesen Endbereichen beeinflussen.
China ist jedoch nicht mehr zwangsläufig DER Platz für billige Arbeitskraft. Es steht vielmehr vor einer Vielzahl anderer Länder mit ähnlichem Lohnniveau. Chinas Durchschnittslöhne lagen bei USD 2,19 pro Stunde (steigt rund 15%pro Jahr).
Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass eine andere Weltregion sich als der neue Standort für Niedrigkostenproduktion herauskristallisieren wird. In den meisten Fällen ist die Infrastruktur – einschließlich Strom, Wasser und Transport – nicht robust oder ausreichend genug um eine groß angelegte Produktion zu unterstützen. Insbesondere wenn man dies mit etablierten Standorten wie Mexiko oder China vergleicht.
Unterm Strich
Die weltweite Branche muss auch mit anderen wichtigen Themen kämpfen. Zum Beispiel wird die 'Solidität' der Unternehmen und ihrer Bilanzen – speziell nach dem Konkurs von Elcoteq im Oktober des letzten Jahres – genauestens untersucht werden.
Darüber hinaus wird weiterhin Druck auf die Zulieferer ausgeübt, alle lokalen Arbeitsgesetze einzuhalten. Man denke nur an die jüngste Ankündigung von Apple, unabhängige Audits in den Fabriken seiner Lieferanten zu ermöglichen.
Positiv zu vermerken ist, dass die anhaltende Beliebtheit von Smartphones und Tablets das langsame Wachstum in anderen Bereichen kompensieren kann.
Der Gesamtumsatz in der Auftragsfertigung wird in diesem Jahr voraussichtlich auf USD 357 Millionen sinken; rund 1% weniger als die USD 360 Millionen für 2011. Im Vergleich zu 4,7% Wachstum in 2011 ist es jedoch schon ein Unterschied.
Sowohl für den Bereich Electronic Manufacturing Services (EMS) als auch den Bereich des Original Development Manufacturing (ODM) werden für dieser Jahr keine besonders verlockenden Geschäfte vorausgesagt.
© IHS iSuppliDer Umsatz im EMS-Sektor wird 2012 mit USD 207,5 Milliarden prognostiziert, ein spärliches Plus von 0,3% (von USD 206,8 Milliarden in 2011). Der ODM-Sektor wird noch schlimmere Engpässe erleben und die Marktforscher sagen einen Umsatzrückgang von 2,3% auf USD 150 Milliarden (von USD 153,0 Milliarden in 2011) voraus.
Die zu erwartenden Zahlen in der gesamten Industrie stehen in starkem Kontrast zu den Ergebnissen aus dem letzten Jahr. Hier konnte die Industrie speziell in der ersten Jahreshälfte ein solides Wachstum verzeichnen.
Im vergangenen Jahr verbuchte die EMS-Industrie ein Wachstum von 10,1% (zusätzlich zu den 34,7% Wachstum aus dem Jahr 2009). Der ODM-Bereich musste jedoch auch in 2011 schon Einbußen erleben – ein Rückgang von 1,7% um genau zu sein
Europäische Ansteckung
"Der überragende Faktor, welcher die Geschäfte der EMS-Industrie in 2011 beeinflussen wird, ist die Schuldenkrise in Europa" erklärte Thomas Dinges, Senior Principal Analyst für EMS und ODM bei IHS. "Europa bleibt ein wichtiger Markt für Produkte die rund um den Globus produziert werden.
"Wenn Europa – wegen seiner finanziellen Probleme - in eine Rezession verfällt, dann breitet sich diese Rezession auch auf die Vereinigten Staaten – bereits durch eine hohe Arbeitslosigkeit und andere wirtschaftliche Probleme behindert – aus. Die weltweite Industrie der Auftragsfertiger wird dem herzlich wenig entgegensetzen können. Ausser vielleicht hoffen, dass die Pipeline mit neuen Aufträgen gute gefüllt bleibt und das Preiserhöhungen aus dem letzten Jahr die Margen etwas stützen und puffern können."
"Es ist nicht sicher, ob überhaupt eine Rezession in diesem Jahr auf uns zukommt. Trotzdem zeigen die Prognosen ein reduziertes Wachstum für Europa und die Vereinigten Staaten für das Jahr 2012."
China bietet Hoffnung, andere Themen zeigen Effekt
Ein Lichtblick – jedoch – ist zu erkennen: vom größte Wachstumsmotor der Industrie China. Allgemeine Erwartungen deuten in diesem Jahr wiederum ein Wachstum in hohem einstelligen Bereich an. China steht bereits jetzt für die Hälfte der kumulierten Umsatzerlösen in der Auftragsfertigung.
Zudem ist China zum weltweit größten Verbrauchermarkt für Smartphones und PCs geworden. Chinas Wachstum wird dadurch ebenfalls das Wachstum in diesen Endbereichen beeinflussen.
China ist jedoch nicht mehr zwangsläufig DER Platz für billige Arbeitskraft. Es steht vielmehr vor einer Vielzahl anderer Länder mit ähnlichem Lohnniveau. Chinas Durchschnittslöhne lagen bei USD 2,19 pro Stunde (steigt rund 15%pro Jahr).
Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass eine andere Weltregion sich als der neue Standort für Niedrigkostenproduktion herauskristallisieren wird. In den meisten Fällen ist die Infrastruktur – einschließlich Strom, Wasser und Transport – nicht robust oder ausreichend genug um eine groß angelegte Produktion zu unterstützen. Insbesondere wenn man dies mit etablierten Standorten wie Mexiko oder China vergleicht.
Unterm Strich
Die weltweite Branche muss auch mit anderen wichtigen Themen kämpfen. Zum Beispiel wird die 'Solidität' der Unternehmen und ihrer Bilanzen – speziell nach dem Konkurs von Elcoteq im Oktober des letzten Jahres – genauestens untersucht werden.
Darüber hinaus wird weiterhin Druck auf die Zulieferer ausgeübt, alle lokalen Arbeitsgesetze einzuhalten. Man denke nur an die jüngste Ankündigung von Apple, unabhängige Audits in den Fabriken seiner Lieferanten zu ermöglichen.
Positiv zu vermerken ist, dass die anhaltende Beliebtheit von Smartphones und Tablets das langsame Wachstum in anderen Bereichen kompensieren kann.
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