Elektronikproduktion | 23 September 2011

Elektro-Export trotzt Schuldenkrise

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie zeigen sich bislang weitgehend unbeeindruckt von der weltweiten Schuldenkrise. Die Ausfuhren beliefen sich im Juli d.J. auf 12,2 Mrd. Euro.
"Obgleich sie ihren Vorjahreswert damit lediglich um 1% überschritten haben, handelt es sich um den höchsten, jemals in einem Juli erzielten Wert“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Zwischen Januar und Juli 2011 summierten sich die Exporte auf 86,1 Mrd. Euro und übertrafen damit das 2010er-Niveau um 10%.

Die Elektroimporte nach Deutschland summierten sich im Juli auf 10,2 Mrd. Euro. In den gesamten ersten sieben Monaten d.J. betrugen sie 73,1 Mrd. Euro. Ihre jeweiligen Vorjahreswerte haben sie damit um 4% unterschritten bzw. um 4% übertroffen. Der Exportüberschuss lag zwischen Januar und Juli mit 13 Mrd. Euro 63%t höher als im Vorjahr.

Im Juli sowie auch zwischen Januar und Juli 2011 haben vor allem die deutschen Elektroausfuhren nach China (plus 16% bzw. plus 24% gegenüber Vorjahr), aber auch die Lieferungen in die USA (plus elf bzw. plus 19%) überdurchschnittlich zugenommen. „Beide Länder haben damit Frankreich als bislang wichtigsten Abnehmer deutscher Elektroexporte abgelöst“, betonte Dr. Gontermann.

Vor dem Hintergrund der sich abschwächenden weltwirtschaftlichen Konjunktur sowie der bislang nicht gelösten Schuldenprobleme im Euroraum und in zahlreichen außereuropäischen Volkswirtschaften sind die Exporterwartungen der deutschen Elektrounternehmen auch im August zurückgegangen.

Per Saldo befinden sie sich aber immer noch oberhalb der Expansionsschwelle. 15% der Elektrofirmen erwarten in den kommenden drei Monaten (weiter) zunehmende Ausfuhrgeschäfte. 73% rechnen mit gleichbleibendem bzw. stabilem Export. 12% gehen von rückläufigen Geschäften aus.

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