Bauelemente-Distributoren in Deutschland wachsen weiter zweistellig
Wie bereits vermutet, hat sich die Wachstumsdynamik im deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt im zweiten Quartal 2011 etwas abgeschwächt.
Mit einem stattlichen Plus von 19% auf 814 Millionen Euro gegenüber einem außerordentlich starken Q2/2010 ist das Ergebnis für Q2/2011 dennoch erfreulich. Die Auftragslage kühlt sich weiter ab, wenn auch auf hohem Niveau. Ein Minus von knapp 2% gegenüber dem Vorjahresquartal resultiert in einer erstmals seit zwei Jahren wieder rückläufigen Book-to-Bill-Rate von 0.94.
Die Umsatzverteilung nach Produktbereichen zeigte im abgelaufenen Vierteljahr keine Besonderheiten: Halbleiter legten um 18% zu auf 586 Millionen, was einem Anteil am Komponentenmarkt von 72% entspricht. Die Passiven landeten bei 11 Millionen (+20%) und einem Anteil von 14%. Elektromechanik wuchs um 19% auf 77 Millionen und repräsentiert ca. 10% des gesamten Distributionsmarktes. Der Rest verteilt sich auf Stromversorgungen, Displays und Sensoren (je zwischen 1 und 2 Prozent).
FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet EM): „Das erste Halbjahr 2011 endete mit einem Plus von 25%, das zweite dürfte bestenfalls flach werden, wenn man auf die Entwicklung der Auftragslage schaut. Damit wird 2011 sicherlich ein ‚normales‘ Wachstumsjahr, allerdings auf Rekordniveau von rund 3 Milliarden Euro Umsatz. Die Frage, die sich heute stellt, lautet ‚welchen Einfluss hat die derzeitige Weltwirtschaftslage auf das Industriegeschäft und damit den Bauelemente-Konsum für die nächste Zeit? Wie bereits 2008/2009 könnte die Komponentenindustrie in den Sog einer globaleren Marktentwicklung geraten, die nichts mit der Elektronik-Konjunktur zu tun hat.“
Die weitere Entwicklung – zumindest in der Erwartung der FBDi-Mitglieder – bleibt verhalten positiv. Der FBDi-Geschäftsklimaindex (nach Schulnotensystem) für Q3/2011 schwächte sich ab auf 1.96 (von 1.41 im letzten Quartal).
Sowohl das nächste Quartals als auch die nächsten 12 Monate werden mit 2.32 bewertet. FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger: “Dies ist zweifellos der Entwicklung der letzten Wochen geschuldet, in denen sich die Normalisierung des Marktes mit den Horrornachrichten aus der Finanzwelt mischte und wie schon vor drei Jahren mehr Unsicherheit in den Markt trug als von der wirtschaftlichen Lage her angemessen.“
Dass die Distribution sich in Europa allgemein und in Deutschland speziell weiterhin positiv entwickelt, ist dem sehr kundenorientierten Geschäftsmodell geschuldet, das auf Nachhaltigkeit und Service ausgelegt ist. Leider werden der Industrie generell unnötig Steine in den Weg gelegt, die ein vernünftiges und unbürokratisches Wirtschaften erschweren. Sowohl EU- als auch Bundesgesetzgebung bescheren weitere Schwierigkeiten, bei Umweltrichtlinien als auch in der Steuergesetzgebung.
Steinberger: „Die Einführung der Umsatzsteuerumkehr für integrierte Schaltungen ohne vernünftige Erläuterungen und mit unmöglicher Umsetzungsfrist ist eine gravierende Behinderung des Geschäfts, die auf Monate zu absolutem Chaos im Rechnungswesen führen wird. Jeder Importeur hat es einfacher als hiesige Unternehmen. So fördert man keine internationale Wettbewerbsfähigkeit.“
Die Umsatzverteilung nach Produktbereichen zeigte im abgelaufenen Vierteljahr keine Besonderheiten: Halbleiter legten um 18% zu auf 586 Millionen, was einem Anteil am Komponentenmarkt von 72% entspricht. Die Passiven landeten bei 11 Millionen (+20%) und einem Anteil von 14%. Elektromechanik wuchs um 19% auf 77 Millionen und repräsentiert ca. 10% des gesamten Distributionsmarktes. Der Rest verteilt sich auf Stromversorgungen, Displays und Sensoren (je zwischen 1 und 2 Prozent).
FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet EM): „Das erste Halbjahr 2011 endete mit einem Plus von 25%, das zweite dürfte bestenfalls flach werden, wenn man auf die Entwicklung der Auftragslage schaut. Damit wird 2011 sicherlich ein ‚normales‘ Wachstumsjahr, allerdings auf Rekordniveau von rund 3 Milliarden Euro Umsatz. Die Frage, die sich heute stellt, lautet ‚welchen Einfluss hat die derzeitige Weltwirtschaftslage auf das Industriegeschäft und damit den Bauelemente-Konsum für die nächste Zeit? Wie bereits 2008/2009 könnte die Komponentenindustrie in den Sog einer globaleren Marktentwicklung geraten, die nichts mit der Elektronik-Konjunktur zu tun hat.“
Die weitere Entwicklung – zumindest in der Erwartung der FBDi-Mitglieder – bleibt verhalten positiv. Der FBDi-Geschäftsklimaindex (nach Schulnotensystem) für Q3/2011 schwächte sich ab auf 1.96 (von 1.41 im letzten Quartal).
Sowohl das nächste Quartals als auch die nächsten 12 Monate werden mit 2.32 bewertet. FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger: “Dies ist zweifellos der Entwicklung der letzten Wochen geschuldet, in denen sich die Normalisierung des Marktes mit den Horrornachrichten aus der Finanzwelt mischte und wie schon vor drei Jahren mehr Unsicherheit in den Markt trug als von der wirtschaftlichen Lage her angemessen.“
Dass die Distribution sich in Europa allgemein und in Deutschland speziell weiterhin positiv entwickelt, ist dem sehr kundenorientierten Geschäftsmodell geschuldet, das auf Nachhaltigkeit und Service ausgelegt ist. Leider werden der Industrie generell unnötig Steine in den Weg gelegt, die ein vernünftiges und unbürokratisches Wirtschaften erschweren. Sowohl EU- als auch Bundesgesetzgebung bescheren weitere Schwierigkeiten, bei Umweltrichtlinien als auch in der Steuergesetzgebung.
Steinberger: „Die Einführung der Umsatzsteuerumkehr für integrierte Schaltungen ohne vernünftige Erläuterungen und mit unmöglicher Umsetzungsfrist ist eine gravierende Behinderung des Geschäfts, die auf Monate zu absolutem Chaos im Rechnungswesen führen wird. Jeder Importeur hat es einfacher als hiesige Unternehmen. So fördert man keine internationale Wettbewerbsfähigkeit.“
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