Bericht von der ESCC COLOGNE 2006
Die erste von EIPC zusammen mit den Zeitschriften CircuiTree und EMS organisierte European Supply Chain Convention fand am 4. und 5. Oktober in Köln statt. Die etwa 180 Teilnehmer konnten in zwei parallelen Vortragsreihen Referate zu Themen aus den Bereichen Fertigungsdienstleistungen und Leiterplatten besuchen.
Im Zuge der Konferenz wurden eine Reihe von EMS-Vorträgen gehalten. Vertreter von HP, Sanmina SCI, Elcotec, DEK, Universal Instruments, Celestica und Valor Computerized Systems waren als Sprecher geladen.
Die Vorträge begannen am Mittwoch den 4. Oktober mit einer Keynote von Patrick Schoeller, Director of Central Direct Procurement bei Hewlett-Packard, mit dem Titel 'Collaborating for Success'.
Patrick Schoeller ist seit 25 Jahren im Bereich Supply Chain und Beschaffung tätig und nannte in seinem Vortrag einige interessante Fakten und Zahlen. HP beschäftigt in diesem Bereich 3.000 Mitarbeiter und erzielt in den drei Marktsegmenten Technology Systems, Imaging and Printing und Personal Systems einen Umsatz von 48 Milliarden USD. In allen drei Marktsegmenten ist HP entweder auf dem ersten oder zweiten Platz. HP ist vor allem für seine Drucker bekannt, wovon jeden Tag 137.000 Stück ausgeliefert werden. Zudem werden auch 82.000 PCs jeden Tag ausgeliefert. Hier erhält HP durchschnittlich alle 9 Sekunden einen Online-Auftrag!
Die Supply Chain ist modular aufgebaut – und es gibt insgesamt drei Vertriebswege Volume direct, Value direct und Volume indirect. Das Ziel ist, den Kunden weltweit die neuste Technologie, sowie eine umfassendes Produkt- und Dienstleistungsspektrum anzubieten. Die Strategie von HP besteht darin eine hohe Leistungsfähigkeit und Effektivität bei dem Produktportfolio zu erreichen. Patrick Schoeller nennt als Beispiel den 'Black Friday', den Freitag an Thanksgiving, wenn ganz USA zum Einkaufen geht. Wal-Markt hatte an diesem Tag einen HP-Laptop zum Preis von etwa $398 angeboten und hiervon insgesamt 221 LKW-Ladungen bestellt! Oder Deloitte, das Unternehmen wolle seine Mitarbeiter innerhalb von 7 Tagen mit insgesamt 240 angepassten Notebooks ausstatten. Kein Problem, sie haben diese bekommen. Merkwürdig ist auch, dass Canon, seit 15 Jahren die Tonerkartuschen für die Laserdrucker liefert. Die Inkjet-Tintenpatronen dagegen stellt HP selbst her, um ihr IP zu schützen.
HP nutzt eine mehrstufige Lieferkette mit komplexen Beziehungen. Dabei kauft HP teilweise selbst die Komponenten ein und verkauft sie an die OEMs. Da HP die Stücklisten der jeweiligen Produkte und die Komponentenpreise kennt, lassen sich die Kosten steuern. Dabei wird eine enge Beziehung mit den Komponentenanbietern unterhalten. Von den beschafften Komponenten im Wert von 67 Milliarden USD, werden insgesamt 50 Milliarden per e-Sourcing beschafft.
HP nutzt seit neustem zudem ein Beschaffungs-Risikomanagement, das den Bedarf und damit die Risiken mittels statistischer Methoden vorauszusagen versucht. Das Risiko für den Komponentenanbieter lässt sich damit reduzieren, so dass dieser eine zuverlässige Preise und voraussagbare Lieferungen anbieten kann.
Von Interesse war auch die Beschaffungssituation bei Leiterplatten - 2005 kaufte HP Leiterplatten im Wert von 450 Millionen USD, wovon 66 % aus Asien, 1 % aus der EU, 8 % aus Japan und 25 % aus den Vereinigten Staaten kommen.
Die Vorträge begannen am Mittwoch den 4. Oktober mit einer Keynote von Patrick Schoeller, Director of Central Direct Procurement bei Hewlett-Packard, mit dem Titel 'Collaborating for Success'.
Patrick Schoeller ist seit 25 Jahren im Bereich Supply Chain und Beschaffung tätig und nannte in seinem Vortrag einige interessante Fakten und Zahlen. HP beschäftigt in diesem Bereich 3.000 Mitarbeiter und erzielt in den drei Marktsegmenten Technology Systems, Imaging and Printing und Personal Systems einen Umsatz von 48 Milliarden USD. In allen drei Marktsegmenten ist HP entweder auf dem ersten oder zweiten Platz. HP ist vor allem für seine Drucker bekannt, wovon jeden Tag 137.000 Stück ausgeliefert werden. Zudem werden auch 82.000 PCs jeden Tag ausgeliefert. Hier erhält HP durchschnittlich alle 9 Sekunden einen Online-Auftrag!
Die Supply Chain ist modular aufgebaut – und es gibt insgesamt drei Vertriebswege Volume direct, Value direct und Volume indirect. Das Ziel ist, den Kunden weltweit die neuste Technologie, sowie eine umfassendes Produkt- und Dienstleistungsspektrum anzubieten. Die Strategie von HP besteht darin eine hohe Leistungsfähigkeit und Effektivität bei dem Produktportfolio zu erreichen. Patrick Schoeller nennt als Beispiel den 'Black Friday', den Freitag an Thanksgiving, wenn ganz USA zum Einkaufen geht. Wal-Markt hatte an diesem Tag einen HP-Laptop zum Preis von etwa $398 angeboten und hiervon insgesamt 221 LKW-Ladungen bestellt! Oder Deloitte, das Unternehmen wolle seine Mitarbeiter innerhalb von 7 Tagen mit insgesamt 240 angepassten Notebooks ausstatten. Kein Problem, sie haben diese bekommen. Merkwürdig ist auch, dass Canon, seit 15 Jahren die Tonerkartuschen für die Laserdrucker liefert. Die Inkjet-Tintenpatronen dagegen stellt HP selbst her, um ihr IP zu schützen.
HP nutzt eine mehrstufige Lieferkette mit komplexen Beziehungen. Dabei kauft HP teilweise selbst die Komponenten ein und verkauft sie an die OEMs. Da HP die Stücklisten der jeweiligen Produkte und die Komponentenpreise kennt, lassen sich die Kosten steuern. Dabei wird eine enge Beziehung mit den Komponentenanbietern unterhalten. Von den beschafften Komponenten im Wert von 67 Milliarden USD, werden insgesamt 50 Milliarden per e-Sourcing beschafft.
HP nutzt seit neustem zudem ein Beschaffungs-Risikomanagement, das den Bedarf und damit die Risiken mittels statistischer Methoden vorauszusagen versucht. Das Risiko für den Komponentenanbieter lässt sich damit reduzieren, so dass dieser eine zuverlässige Preise und voraussagbare Lieferungen anbieten kann.
Von Interesse war auch die Beschaffungssituation bei Leiterplatten - 2005 kaufte HP Leiterplatten im Wert von 450 Millionen USD, wovon 66 % aus Asien, 1 % aus der EU, 8 % aus Japan und 25 % aus den Vereinigten Staaten kommen.
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