Komponenten | 05 September 2006

Preisrally bei Steckverbindern

Die Preise für Steckverbinder sind im ersten Halbjahr 2006 wieder angestiegen. Damit hat der vor drei Jahren begonnene Preisrückgang durch den verstärkten Wettbewerb asiatischer Anbieter ein Ende gefunden.
Die Nachfrage nach Steckverbindern war im ersten Halbjahr 2006 überraschend stark, so dass die ausgelieferten Stückzahlen um 3 bis 5 Prozent stiegen. Die Preise der asiatischen Anbieter stiegen von März bis Juni dieses Jahr um ungefähr 6 Prozent.

Der Markteinstieg der asiatischen Anbieter mit niedrigsten Preisen, erforderte eine Antwort der etablierten Anbieter, wie Foxconn Electronics Inc., Molex Inc. und Tyco Electronics Corp. Durch diesen brutalen Preiskampf sind die Gewinnmargen der etablierten Anbieter seit 2003 stetig gesunken.

Trotz der jüngsten Preiserhöhungen sind die Gewinnmargen der Anbieter wegen der hohen Kosten für Rohstoffe wie Kupfer, Gold und Kunststoff, nach wie vor rückläufig.

Die Lieferzeiten für Steckverbinder sind bei RoHS-konformen Komponenten derzeit um zwei Wochen länger als bei nicht konformen Teile. Die RoHS-konforme Teile sind zudem um 5 bis 10 Prozent teurer als die nicht RoHS-konformen Produkte. Allerdings wollen viele führende Anbieter die Produktion künftig gänzlich auf RoHS-konforme Produkte umstellen.

Die gegenwärtige Preisrally soll nicht lange anhalten. Nach Einschätzung von iSuppli sollen die Preise bereits im vierten Quartal wieder fallen.

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