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Komponenten | 06 März 2009

Leoni mit neuem Standort in Bautzen

Leoni nimmt sein neues Werk in Bautzen in Betrieb. An dem sächsischen Standort veredeln künftig rund 30 Mitarbeiter unterschiedliche Materialien wie Kabel, Schläuche und Trinkwasserrohre durch die Behandlung mit Elektronen. Leoni unterstützt mit der Fabrik seine Wachstumspläne in Osteuropa und den neuen Bundesländern.
Das Unternehmen aus Nürnberg hat in Gebäude und Maschinen rund €15 Millionen investiert, berichtet die sz-online. Momentan beschäftigt Leoni 15 Mitarbeiter, welche Materialien und Produkte mit Elektronenstrahlen veredeln. Bis zum Sommer will man die Mitarbeiterzahl auf rund 30 erhöhen.
Mit der neuen Produktionsstätte in Bautzen, die eine Fläche von circa 7.500 Quadratmeter hat, erweitert die Leoni-Gruppe ihre Kapazitäten zur so genannten Strahlenvernetzung. Seit Ende Februar ist die erste der beiden jeweils über 5 Meter hohen und 80 Tonnen schweren Anlagen zur Elektronenbeschleunigung in Betrieb, die zweite wird im Sommer 2009 einsatzbereit sein. Dann wird auch die Belegschaft in Bautzen von derzeit 15 auf künftig etwa 30 Personen aufgestockt. Aufträge aus Osteuropa und den neuen Bundesländern sind bereits gesichert, die am bestehenden Standort im schweizerischen Däniken wegen dort voll ausgelasteter Anlagen nicht mehr erledigt werden können. Das neue Werk in Bautzen hat eine Kapazität zur Vernetzung von zum Beispiel 100 Millionen Metern Bodenheizungsrohre pro Jahr.

Bessere Materialeigenschaften durch Veränderung der Struktur Bei der Strahlenvernetzung beschleunigen die Leoni-Mitarbeiter Elektronen mittels einer Hochspannung von bis zu 3 Millionen Volt im Hochvakuum annährend auf Lichtgeschwindigkeit. Damit behandeln sie Gegenstände wie Kunststoffrohre, Folien, Kabel, Leitungen sowie technische Produkte aller Art. Dabei erhalten diese durch die Vernetzung der Polymermoleküle, also der chemischen Struktur, die Eigenschaften von vergleichsweise teureren, meist schwieriger zu verarbeitenden Hochleistungskunststoffen. Das Verfahren macht sie zum Beispiel formstabiler unter Wärmeeinfluss, beständiger gegen Chemikalien, Lösungsmittel oder Temperaturen sowie härter und abriebfester.

Mit dem neuen Standort baut Leoni seine Marktstellung in Europa aus. Vor allem in Osteuropa sind in den kommenden Jahren starke Wachstumsraten zu erwarten. Grundsteinlegung des Bautzener Werks war am 28. Januar 2008 im Beisein des Oberbürgermeisters Christian Schramm.

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