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Komponenten | 06 Februar 2009

Micronas schliesst Consumer Bereich

In Deutschland werden in der Produktion, der Verwaltung und im Bereich Consumer insgesamt 500 bis 600 Stellen abgebaut. Für Teile des Consumer Bereichs finden Gespräche mit potenziellen Käufern statt, die auch Mitarbeiter übernehmen wollen. Bei der Micronas GmbH wird in der Fertigung zusätzlich Betriebsruhe vom 16. Februar bis zum 1. März 2009 eingeführt werden.
Der Rest des Consumer Bereichs wird geschlossen. “Wir bedauern diesen Schritt ausserordentlich, aber unsere Analysen haben ergeben, dass angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere auch wegen der notwendigen hohen Entwicklungs- und Marketingkosten und enormen Preisdrucks im Bereich Consumer in den nächsten Jahren nicht mehr profitabel gearbeitet werden kann“ sagt Wolfgang Kalsbach. Micronas hat in den letzten Monaten intensive Gespräche mit möglichen Investoren geführt und ist zuversichtlich, auf diesem Wege einen Teil der Produkte und die dazugehörenden Arbeitsplätze zu erhalten.

„Wir glauben, dass wir mit den heute bekannt gegebenen Massnahmen die Strukturen schaffen, um die grossen Herausforderungen bewältigen zu können. Mit Automotive haben wir die Basis für die weitere Entwicklung von Micronas“ erklärt Thomas Lustenberger.

Hatte Micronas im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet und war damit auf dem Weg zum angestrebten Turnaround, so haben die Ereignisse im vierten Quartal dem Unternehmen einen starken Dämpfer versetzt. Der Umsatz ging 2008 gegenüber dem Vorjahr um 16.1 Prozent auf CHF 597.6 Millionen zurück. Allein im vierten Quartal sank der Umsatz um 22.6 Prozent. Da die Aussichten für das laufende Jahr äusserst ungewiss sind und nicht von einer baldigen Erholung der Märkte ausgegangen werden kann, hat sich der Verwaltungsrat zusammen mit dem Management zu sofortigen Spar- und Umstrukturierungsmassnahmen entschieden, die Micronas die volle Aktionsfähigkeit aufrecht erhalten sollen. In Freiburg werden zusätzlich Stellen in der Produktion und in der Verwaltung abgebaut. Insgesamt sind weltweit 800 bis 900 Stellen betroffen. Der Bereich Automotive wird weiter geführt und die bereits erfolgversprechende Diversifizierung in neue Märkte, wie Industrieprodukte und weisse Ware wird gezielt weiter vorangetrieben.

„Micronas hat 2008 die mit der neuen strategischen Ausrichtung verbundenen Restrukturierungsmassnahmen gut bewältigt und bis Ende des dritten Quartals lag der anvisierte Turnaround des Unternehmens in Sichtweite“ erklärt Micronas-CEO Wolfgang Kalsbach. „Der starke Nachfragerückgang in allen Bereichen im vierten Quartal hat sich jedoch sehr negativ ausgewirkt und hat dafür gesorgt, dass wir rasch weitere Massnahmen ergreifen müssen.“

Der konsolidierte Netto-Umsatzerlös reduzierte sich im 2008 gegenüber dem Vorjahr um 16.1 Prozent auf CHF 597.6 Millionen. Die operativen Kosten konnten um 29.6 Prozent auf CHF 199.3 Millionen reduziert werden. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) resultierte bei CHF 42.6 Millionen. Der Betriebsverlust (EBIT) vor Sondereinflüssen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 68.2 Prozent auf CHF 23.2 Millionen. Micronas wies per Ende 2008 flüssige Mittel von CHF 303.1 Millionen, 4.9 Prozent mehr als im Vorjahr, und ein Eigenkapital von CHF 301.4 Millionen (CHF 380.7 Millionen) aus. Die Eigenkapitalquote belief sich Ende 2008 auf 54.3 Prozent (54.9 Prozent).

2008 reduzierte sich der Umsatz des Bereichs Automotive gegenüber 2007 um 5.9 Prozent auf CHF 201.6 Millionen. Im letzten Quartal sank der Umsatz um 18.7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Umsatz des Bereichs Consumer verringerte sich dementsprechend gegenüber dem Vorjahr um 20.6 Prozent auf CHF 396.0 Millionen, im vierten Quartal um 24.6 Prozent.

„Wir müssen mit Enttäuschung zur Kenntnis nehmen, dass wir trotz eines sehr attraktiven Produkteportfolios und gut umgesetzter Restrukturierung den anvisierten Turnaround nicht geschafft haben. Wir sind heute gezwungen, tiefgreifende Massnahmen bekannt geben zu müssen“ erklärt Micronas Verwaltungsratspräsident Thomas Lustenberger.

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