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Komponenten | 04 Februar 2009

Leoni mit Umsatzrückgang

Leoni erwirtschaftete nach vorläufigen Berechnungen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von €2,9 Mrd. Das erzielte Umsatzwachstum von rund 21% gegenüber dem Vorjahr (2007: €2,4 Mrd.) resultiert ausschließlich aus der Akquisition der ehemaligen Bordnetzsparte von Valeo.
Die Absatzkrise in der Automobilindustrie führte dazu, dass der Konzernumsatz im 4. Quartal 2008 etwa 25% unter dem Durchschnitt der ersten drei Quartale lag. Der Spezialist für Draht-, Kabel- und Bordnetz-Systeme erreichte gemäß den vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von rund €55 Mio. (2007: €129,6 Mio.). Das Unternehmen erwartet einen Jahresüberschuss im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich (2007: €86,2 Mio.).

Zuletzt hatte Leoni für das Gesamtjahr 2008 eine Umsatzerwartung von circa €2,9 Mrd. und ein voraussichtliches EBIT von circa €95 Mio. mitgeteilt. Aufgrund des dramatischen Absatzeinbruches in der Automobilindustrie und verschiedenen anderen Branchen im 4. Quartal 2008 wurde das bisher prognostizierte EBIT deutlich verfehlt. Ein weiterer und wesentlicher Grund für die Abweichung war ein negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von rund €21 Mio. aus einem extremen Kupferpreisverfall im selben Zeitraum von 4,57 auf 2,16 Euro/Kilo und den daraus resultierenden Bestandsbewertungseffekten.

Der Free Cash Flow nach Auszahlungen für Dividende, Akquisitionen und Aktienrückkauf liegt voraussichtlich bei –58 Mio. Euro und führt zu Nettofinanzschulden zum 31.12.2008 in Höhe von 531 Mio. Euro (2007: 473 Mio. Euro). Im 4. Quartal konnte trotz der Auszahlungen für den Aktienrückkauf (29 Mio. Euro) und des starken Ergebnisrückgangs ein positiver Free Cash Flow von rund 14 Mio. Euro erwirtschaftet werden.

Aufgrund der anhaltenden Absatzkrise in der Automobilindustrie hat Leoni die Mitarbeiterzahl bereits im vierten Quartal 2008 um etwa 3000 auf rund 50.500 reduziert. Mit Jahresbeginn 2009 wurde weltweit an den meisten Standorten eine deutliche Kapazitätsanpassung durch Reduzierung der Wochenarbeitszeit, Einführung von Kurzarbeit sowie weiteren Personalmaßnahmen umgesetzt. Parallel dazu läuft in allen Werken und Zentralbereichen ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm an.

Leoni sieht sich trotz der für 2009 erwarteten stark rückläufigen Automobilkonjunktur nach wie vor sehr gut für die Zukunft gerüstet. Der aktuelle Hochlauf neuer Modellreihen – insbesondere im Klein- und Kompaktwagensegment sowie in der unteren und oberen Mittelklasse – wird zu einer teilweisen Abfederung des Umsatzrückgangs führen und Leonis Marktführerschaft in Europa festigen.

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