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Komponenten | 12 Januar 2009

Anklage gegen früheren Infineon-Chef Schumacher

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den ehemaligen Infineon-Chef Ulrich Schumacher Anklage wegen Bestechlichkeit erhoben. Schumacher wird Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr und versuchten Prozessbetrug vorgeworfen. Ein Sprecher von Schumacher wies die Vorwürfe zurück.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2005 gegen den früheren Infineon-Chef. Ulrich Schumacher soll vom Chef der Schweizer Public-Relations-Firma BF Consulting, Udo Schneider, rund 300.000 Euro erhalten und dadurch Schumacher zur Fortsetzung ihrer Geschäftsbeziehung bewogen haben. Schneider war wegen Schmiergeldzahlungen an Infineon-Manager bereits im Herbst 2006 zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Schumacher wird laut dem Nachrichtenmagazin Focus in diesem Zusammenhang auf Steuerhinterziehung vorgeworfen

Auch der Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs steht im Zusammenhang mit den Schmiergeldzahlungen. Nach seinem Rücktritt als Vorstandsvorsitzender bei Infineon hatte das Unternehmen die zweite Rate von Schumachers Abfindung in Höhe von insgesamt 5,2 Millionen Euro einbehalten. Während des Prozesses um die Auszahlung dieser Summe hatte Schumacher ausgesagt, nie Geld vom PR-Berater Schneider erhalten zu haben. Diese Aussage wertet die Staatsanwaltschaft als versuchten Prozessbetrug.

Ulrich Schumacher ist derzeit Präsident und Vorstandsvorsitzender des chinesischen Halbleiter-Herstellers Grace Semiconductor.

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