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Komponenten | 05 November 2008

Leoni ändert erneut die Jahresprognose 2008

Aufgrund der seit Anfang Oktober durch die Finanzkrise deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen und des nachhaltigen Nachfrageeinbruchs - vor allem im Automobilgeschäft - passt Leoni die Prognose für 2008 erneut an die aktuelle Situation an und erwägt Restrukturierung.
Im 4. Quartal wird ein etwa 25-prozentiger Nachfragerückgang gegenüber den ersten drei Quartalen erwartet, was voraussichtlich zu einem nur ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern im 4. Quartal führt. Im Gesamtjahr wird nun mit einem Umsatzanstieg auf circa €2,9 Mrd. (vorher: mindestens 2,9) gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird aus heutiger Sicht bei circa €95 Mio. (vorher: 110 bis 120) liegen.

Als Reaktion auf die Auftragsreduzierungen bei vielen Automobilherstellern wurden zunächst Überstunden und Urlaubsansprüche an Produktionsstandorten weltweit abgebaut. Bei einer anhaltenden Produktionsdrosselung wird auch ein entsprechender Personalabbau nicht ausgeschlossen. Der Anpassungsbedarf wird jedoch durch verschiedene Neuanläufe in 2009 teilweise abgemildert. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen bereitet Leoni in enger Abstimmung mit den Kunden vor.

In den ersten neun Monaten 2008 erzielte der Draht-, Kabel- und Bordnetz-Spezialist einen Konzernumsatz von €2,3 Mrd. (Vj. 1,77). Der Zuwachs um 31% resultierte vor allem aus der Konsolidierung der Anfang 2008 erworbenen Leoni Wiring Systems France-Gruppe (LWSF).

Im dritten Quartal 2008 spürte Leoni bereits die konjunkturelle Abschwächung: Der Umsatz stieg nicht mehr so stark wie erwartet, und der deutliche Kupferpreisverfall machte Bestandsabwertungen erforderlich. Dennoch legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten neun Monaten 2008 um 8% auf €177,0 Mio. zu. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das in den ersten neun Monaten des Jahres auf €95,7 Mio. (Vj. 110,6) zurückging, hatte Leoni zudem Neubewertungseffekte aus Unternehmenskäufen zu verkraften. Der Konzernüberschuss nahm von Anfang Januar bis Ende September 2008 auf €55,9 Mio. (Vj. 72,4) ab.

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