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Komponenten | 15 Mai 2008

Sistema an Infineon interessiert

Der russische Sistema-Konzern hat Interesse am angeschlagenen deutschen Halbleiter-Hersteller Infineon angemeldet. "Für uns ist Infineon ein sehr interessantes Ziel - vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung", sagte Sistema-Chef Alexander Gontscharuk dem Handelsblatt.
In dieser schwierigen Lage könnte Infineon zum Übernahmekandidaten werden. Allerdings hält Gontscharuk eine Komplettübernahme durch Sistema derzeit für sehr unwahrscheinlich. Es gebe politische Hindernisse, der Konzern sei "ein Flaggschiff der deutschen Industrie". Zudem sei der Zeitpunkt für eine Komplettübernahme wegen der Kostennachteile einer Produktion in Westeuropa und des Konkurrenzdrucks aus Asien nicht gut.

Infineon steht derzeit vor einer strategischen Neuausrichtung. Zudem will sich das Unternehmen von seiner verlustreichen Speicherchip-Tochter Qimonda trennen.

Sistema ist heute der größte Mischkonzern in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Anders als die meisten russischen Großkonzerne verdient Sistema sein Geld nicht mit Rohstoffen, sondern unter anderem mit Telekommunikation und Hightech, berichtet das Handelsblatt. Spekulationen zufolge soll es Kontakte mit dem Infineon-Aufsichtsrat gegeben haben. Gontscharuk weist konkrete Schritte von sich: "Wir sind nicht aktiv, wir beobachten, wie sich die Situation bei Infineon entwickelt."

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