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Komponenten | 12 November 2007

Qimonda erwirtschaftet Konzernfehlbetrag von 249 Millionen Euro im GJ 2007

Der Speicherhersteller Qimonda AG hat im abgelaufenen vierten Quartal einen Umsatz von 711 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Umsatz von 740 Millionen Euro im vorausgegangenen Quartal bzw. einem Rückgang um 42 Prozent gegenüber 1,23 Milliarden Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006.
Das EBIT im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 betrug minus 258 Millionen Euro gegenüber einem negativen EBIT von 323 Millionen Euro im dritten Quartal und einem positiven EBIT von 215 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006. Der Konzernfehlbetrag lag im vierten Quartal bei 265 Millionen Euro. Im vorausgehenden Quartal des Berichtzeitraums verzeichnete das Unternehmen einen Konzernfehlbetrag von 218 Millionen Euro. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2006 hatte Qimonda einen Konzernüberschuss von 156 Millionen Euro ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2007 hat Qimonda einen Umsatz von 3,61 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Rückgang um 5 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2006. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2007 lag bei minus 246 Millionen Euro gegenüber einem positiven EBIT von 213 Millionen Euro im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2007 verzeichnete Qimonda einen Konzernfehlbetrag von 249 Millionen Euro im Vergleich zu einem Konzernüberschuss von 74 Millionen Euro im vorausgegangenen Geschäftsjahr.

„Im vierten Quartal hielt der Preisdruck in der DRAM-Branche an, wobei die Spot- und Vertrags-Preise auf neue Niedrigstände sanken“, sagte Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender der Qimonda AG. „Angesichts dieser schwierigen Marktbedingungen haben wir unsere Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und Senkung der Kosten intensiviert. So konnten wir unsere Investitions- und Betriebsausgaben im vierten Quartal stärker kürzen als ursprünglich geplant. Hinsichtlich der Produktivität sind wir überzeugt, dass wir im Dezember 2007 mehr als 50 Prozent unserer Kapazitäten auf 80 nm und 75 nm umgestellt haben. Zudem verfolgen wir eine Reihe von Projekten, um unsere Kosteneffizienz und unser Umsatzwachstum im operativen Geschäft weiter voranzubringen. Diese Projekte beinhalten eine beschleunigte Konversion der Kapazitäten, um bis März 2008 die 75 Prozent-Marke zu erreichen. Wir haben uns bereits mit unseren Fertigungspartnern auf die notwendigen Schritte geeinigt, um dieses Ziel zu erreichen. Zusätzlich konzentrieren wir uns darauf, die Effizienz im Bereich Forschung und Entwicklung zu erhöhen, um weitere Kosten zu senken. Wir gehen davon aus, dass alle diese Maßnahmen die Kosten pro Bit in den kommenden Quartalen zunehmend senken.“

Im vierten Quartal erzielte Qimonda ein Wachstum bei den Bit-Lieferungen um 33 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der gesunkene Umsatz war hauptsächlich auf einen 53-prozentigen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise und auf einen schwächeren Dollar zurückzuführen. Im Vergleich zum vorausgehenden Quartal blieben die Bit-Lieferungen stabil, aber der Konzernumsatz ging aufgrund eines leichten Rückgangs der durchschnittlichen Verkaufspreise und eines schwächeren Dollars zurück. Im Geschäftsjahr 2007 erhöhte Qimonda die Bit-Lieferungen um 44 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006. Der Umsatz sank jedoch vornehmlich durch einen 29-prozentigen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise und einen schwächeren Dollar.

Die Bruttomarge konnte gegenüber dem vorausgegangenen Quartal verbessert werden aufgrund von Kostensenkungen und des Fehlens zusätzlicher Lagerbestandsabschreibungen im vierten Quartal. Im Jahresvergleich haben die erheblichen Rückgänge bei den durchschnittlichen Verkaufspreisen und ein schwächerer Dollar die Bruttomargen und den Ertrag negativ beeinflusst, was zu einem Konzernfehlbetrag im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 führte. Der Konzernfehlbetrag stieg im Vergleich zum vorausgehenden Quartal aufgrund eines geringfügigen Steueraufwands im vierten Quartal an. Im dritten Quartal dagegen war eine Steuergutschrift verbucht worden, die den Steueraufwand der vorausgehenden Quartale ausglich. Der Konzernfehlbetrag des vierten Quartals enthält einen Steueraufwand in Höhe von 25 Millionen Euro aufgrund der Anpassung latenter Steueransprüche in Folge des Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008 sowie weiterer Wertberichtigungen von Steueransprüchen, die aus erzielten Verlusten resultieren. In der Gesamtjahresbetrachtung sank die Bruttomarge. Der Konzernfehlbetrag war hauptsächlich auf den Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise und einen schwächeren Dollar zurückzuführen. Diese Effekte konnten auch nicht durch höhere Bit-Lieferungen im Vergleich zum Vorjahr und durch eine verbesserte Fertigungsproduktivität ausgeglichen werden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2007 betrug die Brutto-Cash-Position des Unternehmens 1 Milliarde Euro, die Netto-Cash-Position lag bei 707 Millionen Euro; darin enthalten ist der Erlös aus einem Sale-Leaseback-Geschäft mit 200-mm-Equipment in Richmond in Höhe von 156 Millionen Euro, das im September 2007 abgeschlossen wurde. Im Geschäftsjahr 2007 investierte Qimonda 879 Millionen Euro und erzielte einen positiven Free Cashflow von 266 Millionen Euro.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 stieg der operative Cashflow auf 211 Millionen Euro im Vergleich zu 45 Millionen Euro im dritten Quartal, was hauptsächlich auf Verbesserungen beim Umlaufvermögen zurückzuführen ist. Das Unternehmen investierte 278 Millionen Euro, in erster Linie für den Ausbau der 300-mm-Wafer-Fertigung in Richmond sowie die Aufrüstung von Anlagen für die weitere Umstellung auf DRAM-Technologien mit Strukturbreiten von 75 nm und darunter. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 erzielte Qimonda einen positiven Free Cashflow von 90 Millionen Euro, einschließlich des Effekts aus dem Sale-Leaseback-Geschäft.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 erzielte Qimonda 32 Prozent des Umsatzes in Nordamerika, 16 Prozent in Europa, 40 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 12 Prozent in Japan.

Qimonda erwartet, seine Bit-Produktion im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 um rund 5 Prozent gegenüber dem vorausgehenden Quartal zu steigern. Dazu werden hauptsächlich die Produktivitätssteigerungen durch die fortlaufende Umstellung auf Technologien mit Strukturbreiten von 80 nm und 75 nm beitragen, einschließlich der Effekte aus dem Abbau von 200-mm-Kapazitäten.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 erwartet Qimonda, dass die Bit-Nachfrage einerseits durch das weiterhin robuste Wachstum bei DRAMs für Grafik-, Consumer- und Kommunikationsanwendungen und andererseits durch die Umstellung auf Module mit höherer Dichte im PC-Markt bestimmt wird. Das Unternehmen geht davon aus, dass es im Geschäftsjahr 2008 seine Bit-Produktion um rund 50 Prozent steigern wird. Qimonda erwartet, dass der Anteil der Bit-Lieferungen für PC-fremde Anwendungen im gesamten Geschäftsjahr insgesamt über 50 Prozent liegen wird.

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