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© mucella1 dreamstime.com Markt | 05 September 2016

Schletter-Gruppe einigt sich auf Sozialplan in Millionenhöhe

Die Restrukturierung der Schletter-Gruppe hat die nächste Stufe erreicht: Nur zwei Monate nach Beginn der Verhandlungen hat sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt.
Statt der ursprünglich geplanten rund 300 Entlassungen werden lediglich 220 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Auch die Produktion in Kirchdorf bleibt erhalten. Der Sozialplan hat ein Volumen in Millionenhöhe. Außerdem wird der Großteil der Kündigungen erst im nächsten Jahr wirksam.

„Ich bedauere den Arbeitsplatzabbau außerordentlich, zumal die betroffenen Arbeitnehmer damit die Konsequenzen für Fehler tragen, für die sie nicht verantwortlich sind“, sagt Schletter-CEO Tom Graf. „Immerhin ist es uns gelungen, einen Sozialplan zu finanzieren, der diesen Arbeitnehmern den Neustart ein wenig erleichtert.“

Kernpunkt der Neuaufstellung bei Schletter ist die Konzentration auf Photovoltaik sowie die Konsolidierung des Deutschlandgeschäfts. Zwar erwirtschaftet Schletter im Geschäftsbereich Solar leichte Überschüsse. Doch die Fertigungstiefe am deutschen Standort muss reduziert werden, damit die Gruppe international wettbewerbsfähiger wird und flexibler auf Marktschwankungen reagieren kann. Die hochdefizitäre Leichtmetallbau(LMB)-Sparte wird hingegen zum Jahresende geschlossen und die internen Prozesse verschlankt.
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2016.11.29 16:13 V7.6.2-1