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© Uniti Markt | 05 Juli 2016

Uniti und die Notwendigkeit für Veränderungen

Trotz aller Kampagnen, ist die Welt noch weit von einer umfassenden Akzeptanz von Elektroautos entfernt. Tesla? Ja, kennen wir. Wie wäre es mit Uniti? Nein? Lassen Sie mich das korrigieren.
Wir haben alle schon einmal etwas von Tesla und dem ziemlich beeindruckenden (meine persönliche Meinung) Portfolio von Elektroautos gehört. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin altmodisch: Benzin, Gangschaltung und die deutsche Autobahn. Es gibt nur wenige Dinge, die für mich mehr Freiheit bedeuten.

Aber in den letzten Jahren haben die Macher der Elektroautos dazugelernt. Man ist fortschrittlicher geworden. Sie fallen nicht mehr unter die „Ja, lassen Sie uns später darüber reden" Kategorie an Gesprächsthemen. Elektroautos sind erwachsen geworden, dank Tesla und Elon Musk.

Aber Tesla ist nicht der einzige Spieler auf dem Markt und ich hatte die Chance mit Lewis Horne, CEO des schwedischen Newcomers Uniti, zu sprechen: über die Zukunft, Elektroautos und was die schwedische Provinz so besonders macht.

Zunächst einmal bin ich immer neugierig, wie Leute auf solche Ideen kommen. Ich sehe mich selbst durchaus als eine kreative Person, aber - seien wir ehrlich - „Hej, lasst uns ein E-Auto bauen" ist nicht wirklich ein Einfall, den man beim Frühstück hat.

„Ich habe meine Meinung immer lautstark vertreten. Die Notwendigkeit für Veränderungen und die Frustration über die überentwickelten, übergewichtigen und riesigen Autos von heute. Sie verursachen unnötige Schäden an unserem Planeten und unserer Gesundheit. Als Berufsunternehmer will ich Dinge verändern und das mit Leidenschaft. Ich interessiere mich für den Zweck einer Technologie genauso wie für deren Weiterentwicklung."

Und Lewis hat in den letzten Jahren sowohl Wissen als auch Erfahrung angehäuft. „Ich wollte etwas extrem Ehrgeiziges versuchen. Als der Beginn meiner Reise immer näher rückte, fragten mich die Leute warum ich nicht eine Firma für Elektroautos gründen wolle. Ich begann die einzelnen Punkte zu verbinden und sah, dass dies meine Berufung ist."

Dann muss ich sagen, dass Umweltbewusstsein immer eines der wichtigsten Themen ist, jedenfalls wenn man mit Menschen redet, die sich mit der Entwicklung von Elektroautos oder Transportideen im Allgemeinen beschäftigen. Aber Reden sollte nicht das Ende der Diskussion sein. Ist es wichtig für Unternehmen, umweltfreundliche Transportideen zu entwickeln? Ja, ohne Zweifel. Aber was wird Uniti tun, um dieses Ziel zu fördern?

„Die meisten Unternehmen führen diese Gründe an, aber oft folgen sie einfach Markttrends oder politischen Mandaten. Mit anderen Worten ist es weitgehend der Markt, der die Änderungen treibt und nicht die Unternehmen. Mit der Ausnahme von wenigen Unternehmen, die der Welt wirklich saubere Technologien schenken wollen."

Die Unternehmen müssen ernsthaft erkennen, welchen Schaden sie verursachen. Sie müssen erkennen, dass im Zeitalter von Internet und Transparenz, auch Verbraucher den Schaden erkennen können und sich schlussendlich für Alternativen entscheiden, meint Lewis Horne weiter. „Der Verbraucher wird schließlich dementsprechende Kaufentscheidungen treffen. Wenn Unternehmen Schäden ohne Rücksicht verursachen, werden sie am Ende vom Markt verschwunden sein."

„Um diese Entwicklung zu fördern, haben wir beschlossen, den Prozess zu teilen. Wir zeigen wie und was wir lernen um das Auto der Zukunft zu bauen. Das Unternehmen der Zukunft. Wir teilen diesen Lernprozess so das Anderen lernen und das Projekt weiterführen können."

Um zu praktizieren, was man predigt hat Uniti vor kurzem ihren Open-Source Mikrocontroller freigegeben: den Uniti ARC. Ein Arduino-kompatibles Board von dem man hofft, das es das Prototyping für Elektrofahrzeuge einfacher macht. Jeder kann sich daran versuchen.

Wenn es um die schwedische Automobilgeschichte geht, dann möchte ich Sie an den Volvo PV 60 erinnern. Ein wunderschönes Auto und exzellente Handwerkskunst. Viele hier in Europa verbinden Schweden mit Innovation und Zukunftsorientiertheit.

Aber Lund - mit rund 80.000 Einwohnern - kann nicht wirklich als „Tummelplatz der Automobilentwicklung" bezeichnet werden. Trollhättan ist - und war - lange Zeit das schwedische Zentrum für die Automobilproduktion (obwohl es eigentlich nur halb so groß wie Lund ist). Was macht die schwedische Kleinstadtidylle so interessant für ein Unternehmen wie Uniti?

„Lund ist vor allem eine Drehscheibe für Menschen und hier haben wir einen Großteil unseres technischen Talents gefunden. Was wir bauen, ist so verschieden von einem traditionellen Auto. Wir sind nicht an minimalen Fortschritten an einem Produkt das bereits existiert interessiert. Es war uns wichtig, diese Reise mit einem gewissen Abstand zu starten. Weg von Dingen wie sie sind, um die zu entwickeln die als nächstes kommen."

Dennoch gibt es immer Dinge, die man sich wünschet und erhofft. Sachen, die verbessert werden können. Also, Herr Horne, was würden Sie gerne vom schwedischen Premierminister Herr Löfven und seine Regierung sehen?

„Schweden ist innovativ. Nicht nur in Bezug auf den Markt, sondern auch auf sozialer Ebene. Deshalb haben wir uns für einen schwedischen Standort entschieden. Die schwedische Regierung könnte steuerliche Anreize für Investoren (Angel Investors) bieten. So wie es bereits die U.S.-Regierung tut."

Darüber hinaus sieht Uniti die Notwendigkeit für Konjunkturpakete in Richtung Elektrofahrzeuge. (Hier müsste Schweden jedoch Norwegen hinterherlaufen, wo bereits ähnliche Konzepte umgesetzt werden.). Dennoch, „Schweden könnte führend in diesem aufstrebenden Markt sein, sowohl aus der Automobil- als auch aus der Infrastruktur-Perspektive."

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