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Komponenten | 22 März 2007

Leoni mit kräftigem Wachstum und weiteren Zukaufplänen

Die Leoni AG hat im Geschäftsjahr 2006 kräftig expandiert und die gesetzten Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Wie bereits nach vorläufigen Zahlen bekannt gegeben, stieg der Konzernaußenumsatz um rund 36 Prozent auf 2,11 Mrd. Euro (Vj. 1,55).
Allerdings resultierten nur rund 28 Prozent des kräftigen Anstiegs aus organischem Wachstum und jeweils 36 Prozent aus Unternehmenszukäufen und dem gestiegenen Kupferpreis. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte im Konzern um fast 27 Prozent auf 130,2 Mio. Euro (Vj. 102,8) zu. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um rund 41 Prozent auf 79,3 Mio. Euro (Vj 56,1). Darin enthalten ist ein einmaliger Ertrag aus der Aktivierung eines Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von 4,8 Mio. Euro. Gewinn erhöhend wirkten sich vor allem das größere Geschäftsvolumen und der gestiegene Anteil von Produkten mit höherer Wertschöpfung aus.

Leoni hat im vergangenen Jahr insgesamt 83,7 Mio. Euro investiert, unter anderem in den Aufbau und die Erweiterung von Bordnetz-Standorten sowie in ein neues Werk für Hochtemperaturkabel in Halver. Leoni beschäftigte zum Stichtag 31.12. weltweit 35.129 Mitarbeiter und damit 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Steigerung resultiert größtenteils aus Akquisitionen sowie erweiterten Aktivitäten an verschiedenen Standorten in Asien, Nordafrika und Amerika. Die Anzahl der Beschäftigten in Deutschland erhöhte sich um 179 Personen auf 3.877.

Der Außenumsatz im Bereich Draht & Kabel nahm 2006 von 668,6 Mio. Euro auf 1.154,0 Mio. Euro zu und überschritt damit erstmals die Milliardengrenze. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von fast 73 Prozent. Im Jahresverlauf stieg insbesondere die Nachfrage in für Leoni wichtigen Märkten, wie der Fahrzeug- und Investitionsgüterindustrie kontinuierlich an. Auf Zukäufe, vor allem auf die Unternehmen Kerpen und Studer, entfielen 42 Prozent des Umsatzzuwachses.

Der Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme steigerte den Außenumsatz um knapp neun Prozent auf 954,2 Mio. Euro (Vj. 879,4). Ausschlaggebend waren die allgemein gute Nachfragesituation in der Automobilindustrie und der Trend zu hochwertig ausgestatteten Fahrzeugen im Premium-Bereich, die komplexere Bordnetz-Systeme benötigen.

Unter der Annahme eines unverändert günstigen konjunkturellen Umfelds und eines durchschnittlichen Kupferpreises von 5 Euro/kg sollte der Leoni-Konzern 2007 einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen. Aufgrund der Vorleistungen für weiteres Wachstum im Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus heutiger Sicht zwischen 120 und 125 Mio. Euro liegen. 2008 ist mit einer ähnlichen Umsatzsteigerung wie 2007 und einem signifikanten Ergebnisanstieg zu rechnen. Mögliche Akquisitionen sind in dieser Prognose nicht enthalten.

Leoni will auch die Akquisitionsstrategie weiter fortsetzen. "Wir haben zwei konkrete Übernahmeziele im Auge", sagte Vorstandschef Klaus Probst der Nachrichtenagentur Reuters. Es handle sich um europäische Firmen aus der Kabelindustrie. Mehr wollte er nicht verraten. Die Akquisitionen sollen schon in den nächsten zwei bis drei Monaten unter Dach und Fach gebracht werden.

Leoni hat in den vergangenen sechs Jahren 17 Firmen zugekauft, zuletzt den Daten- und Spezialkabelhersteller Kerpen, den Schweizer Kabelproduzent Studer sowie die österreichische Glasfaserkabel-Firma NBC Fiber-Optic. Die übernommenen Firmen müssten nun komplett integriert werden, sagte der Vorstandschef. Zudem investiere Leoni in Standorte in Niedriglohnländern, was die Personalkosten im Konzern senkt.

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