Komponenten | 03 November 2006

Übervolle Chip-Lager auch in Q3

Nachdem in den ersten zwei Quartalen des Jahres die Halbleiterhersteller mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen hatten, scheint sich dies auch im dritten Quartal nicht gebessert zu haben.
"Im ersten Halbjahr sind die Lagerbestände bei Halbleitern auf insgesamt 3,9 Milliarden USD angewachsen. Im zweiten Halbjahr sollte sich diese Situation eigentlich etwas verbessern", sagte Rosemary Farrell, Semiconductor Inventory Analyst bei iSuppli. "Auf der Basis der gemeldeten
Finanzergebnisse wird das dritte Quartal aber in etwa dem zweiten Quartal entsprechen. Dies bedeutet, dass der hohe Lagerbestand auch nach dem Urlaub praktisch erhalten blieb."

Nach aktuellen Schätzungen von iSuppli bleibt der Lagerbestand auch im dritten Quartal bei 3,9 Milliarden USD.

Für Halbleiterhersteller begann das zweite Halbjahr mit einem Überangebot bei Mikroprozessoren, das sich schnell über die ganze Lieferkette fortsetzte. Normalerweise geht der DOI-Wert (Days of Inventory) vom zweiten zum dritten Quartal etwas zurück. In 2006 war dies aber nicht der Fall.

Durch den Umstieg auf neue Produkte und den Aufbau von Urlaubsvorräten stieg der Lagerbestand bei Intel und AMD in der ersten Hälfte des Jahres. Dieser Überbestand breitete sich schließlich in der zweiten Jahreshälfte auf die anderen Segmente der PC-Halbleiter-Supply-Chain aus.

Mit einem Rückgang der Lagerbestände rechnet iSupply erst für den Anfang des nächsten Jahres, hauptsächlich durch die kontinuierliche starke Nachfrage nach neuen Produkten und die Markteinführung des neuen Betriebssystems Vista von Microsoft.

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